Es werde (sparsames) Licht in Rhaunen

Fördermittelübergabe für Umrüstung auf LED-Straßenbeleuchtung

Staatssekretär Thomas Griese übergibt in Rhaunen Förderbescheide des Umweltministeriums (Foto: Andreas Nitsch)

30 bis 50 Prozent des kommunalen Stromverbrauchs geht in kleineren Gemeinden auf das Konto der Straßenbeleuchtung. Grund dafür sind ineffiziente Leuchten, die sich häufig auf dem technischen Stand der 1960er Jahre befinden. In 14 Ortsgemeinden der Nationalparkgemeinde Rhaunen wird künftig bei der Beleuchtung der Straßen viel Energie und Geld eingespart: Auf rund 30 Straßenkilometern werden insgesamt 710 Quecksilberdampf-Leuchten ersetzt. Dadurch wird der Stromverbrauch um rund 77 Prozent verringert und die Dörfer sparen etwa 67.000 Euro pro Jahr ein. Das Investitionsvolumen für die finanziell schwachen Ortsgemeinden beträgt etwa 610.000 Euro. Doch sie erhalten bei ihrem Vorhaben eine finanzielle Unterstützung durch das Umweltministerium. Staatssektär Dr. Griese überreichte Förderbescheide über 121.523 Euro an die Vertreter der Ortsgemeinden.

Landesenergieagentur unterstützte bei der Beantragung der Fördergelder

Koordiniert wurde das Projekt durch den Klimawandelmananger Christoph Benkendorff. Dieser wurde bei seinem Vorhaben tatkräftig durch Marc Wartenphul von der Energieagentur Rheinland-Pfalz unterstützt. Er hatte die Verbandsgemeinde 2017 intensiv zum Thema beraten und den Kontakt zum Umweltministerium hergestellt. Gemeinsam mit dem Institut für Stoffstrommanagement (IfaS) kämpfte man dort für die nun erfolgte Einzelfallförderung für dieses einzigartige Gemeinschaftsprojekt. Später unterstützte die Energieagentur Rheinland-Pfalz die Verbandsgemeinde bei der Antragstellung. Mit der Umstellung der Straßenbeleuchtung leisten die Ortschaften der VG Rhaunen einen maßgeblichen Beitrag zu den nationalen und europaweiten Klimaschutzzielen: jährlich werden 166 Tonnen CO2 eingespart.