Erste Nutzerschulung der Klimaschutzmanager erfolgreich

10 Teilnehmer wollten mehr über das webbasierte CO2-Monitoring-Tool "Klimaschutz-Planer" erfahren.

Am 3. September durften Projektleiterin Dr. Christel Simon und Referent Marc Wartenphul der Energieagentur Rheinlad-Pfalz 10 Schulungsteilnehmer zur ersten Nutzerschulung im Rahmen des Projektes „Kommunale Treibhausgas-Bilanzierung und regionale Klimaschutzportale in Rheinland-Pfalz“ (KomBiRek) begrüßen. Nach vorangegangenem Webinar kamen die 10 Klimaschutzmanger/innen aus ganz RLP  in Kaiserslautern zusammen, um sich in einer ganztätigen Schulung intensiv mit dem webbasierten CO2-Monitoring Tool „Klimaschutz-Planer" zu befassen.

Das durch den Bund geförderte Instrument, welches aus der Arbeitsgruppe des ifeu, dem Institut für dezentrale Energietechnologien  und dem Klima-Bündnis auf Grundlage des deutschen BISKO-Standards für die Energie-Bilanzierung in Kommunen entwickelt wurde, bietet Städten, Gemeinden und Landkreisen die Möglichkeit, die Erfassung der Energieverbräuche und des Treibhausgas-Ausstoßes in Zukunft auf eine breite gemeinsame Basis zu stellen.

Von großem Nutzen ist hierbei die Möglichkeit der Vergleichbarkeit von Energie-Bilanzen, also eines Benchmarkings, als auch der intensive Austausch unter den verantwortlichen Klimaschutzmanagern zu Fragen wie der Datenbeschaffung und Datengüte.

Besonders ansprechend fanden die Teilnehmer den recht einfachen Einstieg in das Monitoring durch die Erstellung einer Minimalbilanz, zu der bei einer Übung lediglich die leitungsgebundenen Energieträger für Strom und Wärme herangezogen werden mussten. So wurde  eine erste „Minimal-Bilanz“ mithilfe weniger lokal erhobener Energiedaten und weiteren im Tool hinterlegten kommunenspezifischen Daten erstellt. Ebenfalls lobenswert fanden die Teilnehmer den von der Energieagentur zur Verfügung gestellte „Datenservice“. Durch diese zusätzlicher Daten kann die Bilanz weiter verfeinert und die Aussagekraft verbessert werden (Basisbilanz). Die dafür benötigten  Daten liegen in Rheinland-Pfalz bis auf Ebene der Verbandsgemeinden aus dem Energiewendemonitoring der Energieagentur Rheinland-Pfalz vor (www.energieatlas.rlp.de). Diese können für den Klimaschutz-Planer direkt hinterlegt werden. Das erspart den Kommunen einen Großteil der Arbeit. Voraussetzung dafür ist aber, dass die Kommune eine Freigabe zum Abruf der Verbrauchsdaten bei den Netzbetreibern gegeben hat und diese Daten dann auch vorliegen.

So konnten die Klimaschutzmanger/innen nach ein paar Übungen später die erste Übersicht für eine Endenergiebilanz erstellen. Da diese Bilanz aber noch nicht repräsentativ für eine Kommune ist, wurden die Daten - wie bei einer Ampel - lediglich mit einer roten oder orangenen Markierung für geringe Datengüte versehen. Um in den grünen Bereich zu kommen, werden weitere detailliertere Daten benötigt, deren Beschaffung und Eingabe im Laufe des Seminars Schritt für Schritt von den Referenten des Klima-Bündis Jan Schwarz und Alexander Schacht aufgezeigt wurden.

Nach gut 7 Stunden Schulung können die Teilnehmer nun mit der Bilanzierung beginnen.

Das Verbundprojekt der Energieagentur Rheinland-Pfalz wird vom Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE) und dem Land Rheinland-Pfalz gefördert.