05.03.2015

Energiewende und Klimaschutz im Westerwald – Was können wir konkret für unsere Region tun?

Referenten des Regionalforums (v. l. n. r.): Thomas Pensel (Geschäftsführer der Energieagentur Rheinland-Pfalz GmbH), Priska Dreher (Kreisverwaltung Neuwied, Referat Umwelt, Natur und Energie), Landrat Achim Schwickert (Landkreis Westerwaldkreis), Landrat Michael Lieber (Landkreis Altenkirchen).

Über Chancen und Herausforderungen der Energiewende informieren und konkrete Handlungsmöglichkeiten in den Bereichen Energiesparen, Energieeffizienz und erneuerbare Energien aufzeigen – das war das Ziel des gestrigen Regionalforums „Energiewende und Klimaschutz im Westerwald – Was können wir konkret für unsere Region tun?“ Mit Erfolg: Rund 100 Gäste sind der Einladung der Energieagentur Rheinland-Pfalz GmbH und der Gemeinschaftsinitiative „Wir Westerwälder!“ der Landkreise Altenkirchen, Neuwied und Westerwaldkreis in die Stadthalle nach Ransbach-Baumbach gefolgt.

„Wir haben die Idee des Regionalbüros der Energieagentur Rheinland-Pfalz, ein Regionalforum gemeinsam zu veranstalten, sehr gerne aufgegriffen“, resümiert Landrat Achim Schwickert den Entstehungsprozess der Veranstaltung. Der Ausbau erneuerbarer Energien sei mittel- und langfristig der richtige Weg, so Schwickert. Große Chancen bestünden für die Kommunen in der Umsetzung von Projekten im Bereich der Energieeffizienz. Gleichzeitig verweist er aber auch auf den Konflikt zwischen Natur- und Artenschutz einerseits und Klimaschutz sowie die kritische Haltung in der Bevölkerung andererseits, die vielerorts gegenüber Projekten für erneuerbare Energien bestehe.

Thomas Pensel, Geschäftsführer der Energieagentur Rheinland-Pfalz, betonte die Möglichkeiten, durch gezielte Energieeffizienzmaßnahmen langfristig Ressourcen und Kosten einsparen zu können, was auch schon in vielen Kommunen im Westerwald erfolgreich umgesetzt würde – wie zum Beispiel in Wallmerod. Die Verbandsgemeinde rief vor fünf Jahren das Aktionsprogramm „Energie 2020“ ins Leben, berichtet Bürgermeister Klaus Lütkefedder. Seitdem konnten viele Maßnahmen im kommunalen Energiemanagement realisiert werden, die der Verwaltung mittlerweile eine Ersparnis bei der Heizenergie von rund 30 Prozent einbringen. Außerdem wird in Wallmerod bilanziell mehr Strom produziert als verbraucht.

Ein weiteres erfolgreiches Praxisbeispiel ist das Nahwärmeprojekt in Ober Kostenz. „Wir wollten eine Gewinnergemeinde werden“, beschreibt Bürgermeister Gerd Schreiner den Anstoß zum Projekt. Besonders die große Akzeptanz und der gestiegene Zusammenhalt für und durch das Projekt in der kleinen Ortsgemeinde aus dem Rhein-Hunsrück-Kreis beeindrucken die Zuhörer.

Michael Schramek vom Netzwerk für intelligente Mobilität e.V. richtete im abschließenden Impulsvortrag den Blick auf ein Thema, das den Westerwald in Zukunft beschäftigen wird: Elektromobilität. Schramek veranschaulicht den Mobilitätsmix der Zukunft und beschreibt die Rahmenbedingungen, die geschaffen werden müssen, um Elektromobilität – gerade im ländlichen Raum – zu ermöglichen.

Aufgrund des positiven Feedbacks zur Veranstaltung wird eine Folgeveranstaltung des Regionalforums angestrebt.

Die Dokumentation des Regionalforums finden Sie hier.