28.09.2015

Energielabel jetzt auch für Heizungen

Von Waschmaschinen, Wäschetrocknern, Fernsehgeräten oder von Leuchtmitteln kennt man es schon – seit 26.9. gilt das europäische Energielabel verbindlich auch für Heizgeräte bzw. Heizungssysteme bis zu einer Größe von 70 kW Leistung. Dies sieht die Ökodesignrichtlinie der Europäischen Union vor. Das Energielabel soll dem Bürger erleichtern, zwischen den Heizsystemen zu vergleichen und einfacher zu erkennen geben, welche Heizsysteme effizient sind.

Die Kennzeichnungspflicht umfasst alle Bestandteile des Heizsystems wie zum Beispiel Heizkessel, Blockheizkraftwerke, Warmwasserbereiter, Heizungspumpen oder Wärmepumpen. Ausgenommen von der Richtlinie sind momentan noch Heizkessel mit Biomasse, wie Pelletheizung, Holzvergaser oder Scheitholzkessel.

Das Energielabel für Kombi- und Verbundanlagen

Das ErP-Label umfasst die Effizienzklassen von A++ bis G, ab 2019 wird das Label um die Klasse A+++ erweitert. Dem Verbraucher wird die Güte seines Heizsystems bzw. der Einzelkomponenten in einer Farbskala dargestellt, die beste Einstufung ist A++.

Die Labelung für Heizsysteme ist im Vergleich zu den Energieeffizienzlabeln bei elektronischen Haushaltsgeräten etwas komplexer. Bei den Heizsystemen werden sowohl die Einzelkomponenten als auch das Gesamtsystem gelabelt. Generell gilt, je höher der Anteil von regenerativer Wärme am Gesamtsystem ist (Bsp. durch eine Solarthermieanlage oder Wärmepumpe), desto besser ist die Effizienzklasse des Gesamtsystems. Da die Berechnung des Labels vom Gesamtsystem bei der Verwendung von verschiedenen Komponenten sehr aufwendig ist, bieten viele Hersteller mittlerweile Komplettsysteme mit Paketlabel an.

Weiterführende Informationen finden Sie bei der Verbraucherzentrale unter: https://www.verbraucherzentrale-rlp.de/heizungslabel