24.02.2016

Energieeffizienz von Kläranlagen verbessern

von links nach rechts: Gerd Herrmann (Kläranlagen Trier), Anja Folz (Energieagentur Rheinland-Pfalz), Thomas Jung (MULEWF), Thomas Pensel (Energieagentur Rheinland-Pfalz), Umweltministerin Ulrike Höfken, Herbert Hochgürtel (Wirtschaftsbetrieb Mainz), Werner Theis (MULEWF)

Auf großes Interesse stieß ein Fachveranstaltung der Energieagentur Rheinland-Pfalz in Mainz, die sich mit Zukunftsperspektiven kommunaler Abwasserreinigungsanlagen nicht allein vor dem Hintergrund eines möglichst energieeffizienten Betriebs beschäftigte. Kläranlagen benötigen rund ein Fünftel des gesamten Stromverbrauchs der öffentlichen Gebäude und Anlagen in Kommunen. Die Optimierung des Energieverbrauchs ist daher bei der Planung, Sanierung oder Nachrüstung entsprechender Anlagen von besonderer Bedeutung.

Im Hinblick darauf gilt es, das Energiepotenzial von Klärschlamm zu nutzen. Als Wertstoff kann Klärschlamm zur Eigenstromerzeugung und als Regelenergie zum Erbringen von Systemdienstleistungen für den Strommarkt eingesetzt werden. Nach Aussage von Umweltministerin Ulrike Höfken nimmt Rheinland-Pfalz bei der Verbesserung der Energieeffizienz von Kläranlagen bundesweit eine Vorreiterrolle ein: "Wir verknüpfen den Gewässerschutz mit dem Klimaschutz und stellen unsere Wasserwirtschaft für die Zukunft auf", sagte die Ministerin. Schon jetzt könnte Biogas aus Klärschlamm Strom für die Versorgung von 15.000 Haushalten erzeugen.

Höfken sagte den Kommunen Unterstützung bei der Steigerung der Effizienz ihrer Kläranlagen zu, "auch um die Gebühren im ländlichen Raum bezahlbar und stabil zu halten".