11.11.2015

Energieberatertag Rheinland-Pfalz: Marktanreizprogramm stärker nutzen

Werner Leidig, Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle, Foto: Energieagentur Rheinland-Pfalz

Das Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA) hat beim Energieberatertag Rheinland-Pfalz die Energieberater im Land dazu aufgerufen, das verbesserte Marktanreizprogramm (MAP) des Bundes deutlich offensiver anzusprechen. In einem Vortrag sagte BAFA-Vertreter Werner Leidig:"Jeder Euro an Förderung generiert sieben weitere Euro an zusätzlichen Investitionen, damit kann das Marktanreizprogramm wie ein kleines Konjunkturprogramm wirken". Hinzu komme, dass das Programm mit rund 300 Millionen Euro finanziell sehr gut ausgestattet sei und im laufenden Jahrt bei Weitem noch nicht ausgeschöpft sei.

Mit dem MAP fördert das BMWi den Einbau von Solarthermieanlagen, Biomasseheizungen oder Wärmepumpen für Privatpersonen, Freiberufler und Unternehmen. Unterstützt wird darüber hinaus der Neubau von größeren Heizwerken, die erneuerbare Energien nutzen, von Tiefengeothermieanlagen oder von Nahwärmenetzen zur Verteilung erneuerbar erzeugter Wärme, z. B. für Quartierslösungen von Kommunen.

Das BAFA gewährt im Rahmen des Marktanreizprogrammes Zuschüsse für kleinere Anlagen in Privathaushalten und in Unternehmen. Darunter fallen Solarthermiekollektoren auf dem Dach, Pelletheizungen im Keller und effiziente Erdsonden im Garten für die Wärmepumpe im Haus.

Rund 200 Energieberaterinnen und Energieberater aus ganz Rheinland-Pfalz nahmen am 10. Energieberatetag der Energieagentur Rheinland-Pfalz in Kaiserslautern teil. Energieministerin Eveline Lemke würdigte dabei ausdrücklich die Rolle der Energieberater im Land. Bei technischen Fragestellungen im Zusammenhang mit der Weiterentwicklung leer stehender Gebäude fehlten den Gemeinden oft qualifizierte Ansprechpartner. "Bringen Sie sich dort aktiv ein, Ihre Kompetenz wird gebraucht", so die Ministerin vor den Energieberatern.