12.02.2016

Energieatlas macht Energiewende transparent

Seit der Energieatlas Rheinland-Pfalz am 7. Dezember 2015 online gegangen ist, sind rund 11.200 Seitenaufrufe auf der Internetseite gezählt worden. Das sind im Schnitt mehr als 1.000 Aufrufe pro Woche, mit einer hohen Verweildauer von mehr als sieben Minuten.

„Diese Auswertung zeigt, dass es im Land Bedarf und großes Interesse an diesem zentralen Datenportal zur Energiewende gibt. Die Nutzer arbeiten mit der Vielfalt an Daten und Praxisbeispielen. Das tun sie, weil sie diese Informationen für hilfreich erachten und sie diese nur im Energieatlas so komfortabel, beispielweise nach Energieträgern, Regionen und Zeiträumen, filtern können“, sagt Energieagentur-Geschäftsführer Thomas Pensel.

Der Energieatlas ist das erste zentrale Portal in Rheinland-Pfalz, das neben Praxisbeispielen die Daten zur Energiewende an einer Stelle bündelt und damit die Entwicklung der Energiewende transparent macht. Die Daten im Energieatlas umfassen Zahlen zu den erneuerbaren Energien-Anlagen, zur Stromeinspeisung, Stromerzeugung aus Photovoltaik und zum Stromverbrauch in Rheinland-Pfalz. Außerdem sind im Energieatlas Daten zur Wärmeerzeugung aus erneuerbaren Energien hinterlegt.

Die regionale Aufbereitung der Daten auf Landkreis- und Verbandsgemeindeebene hilft den Kommunen und Unternehmen im Land bei der Arbeit, etwa bei der Erstellung von Energiebilanzen und -konzepten. Allerdings: Der Energieatlas ersetzt die Bilanzen und Konzepte natürlich nicht.

Die Daten für die Stromeinspeisung aus Erneuerbare Energien Anlagen sind nach Energieträgern vollständig und für jede Kommune auf Basis tatsächlicher Werte dargestellt. Die kommunalen Stromverbräuche kann die Energieagentur hingegen nur mit Einverständnis der Kommunen direkt bei den Netzbetreibern oder Versorgern abrufen. „Leider liegen uns noch nicht von allen Kommunen Einverständniserklärungen vor“, so Pensel. In den Fällen, in denen die realen Daten nicht vorliegen, muss die Energieagentur rechnerisch Verbräuche nach bewährten Methoden ermitteln. Dadurch kann es zu Abweichungen kommen.

„Für den Großteil der Kommunen enthält der Energieatlas die realen gemessenen Stromverbrauchsdaten. Die Kommunen, die ihre Einverständniserklärung noch nicht erteilt haben, können das jederzeit nachholen. Wenn die Kommunen Fragen dazu haben, sind wir jederzeit ansprechbar. Ich gehe davon aus, dass wir alle ein großes Interesse daran haben, ein zentrales Datenportal zur Energiewende mit realen Daten auch für die kommunalen Stromverbräuche zu haben“, sagt Pensel.

Eine Übersicht über die Kommunen, von denen im Moment noch rechnerisch ermittelte Stromverbrauchsdaten im Energieatlas enthalten sind, findet sich hier: www.energieatlas.rlp.de/earp/fileadmin/pictures/Downloads/Stromverbrauch_Datenlage.pdf

Die im Energieatlas verfügbaren Daten umfassen:

  •  Erneuerbare Energien-Anlagen: Gesamtzahl und Leistung der raumbedeutsamen Anlagen (Quelle: Raumordnungskataster von SGD Nord, Süd)
  •  Strom: 

a.     Stromeinspeisung der EEG-geförderten Anlagen nach Energieträgern (Quelle: Amprion)

b.     Stromerzeugung aus Photovoltaik (Quelle: Meldeportal Bundesnetzagentur)

c.     Stromverbrauch auf verschiedene Sektoren aufgeteilt (Quelle: Stadt- und Gemeindewerke und Verteilnetzbetreiber)

  • Wärmeerzeugung:  Anzahl und Wärmepotenzial der BAFA-geförderten Anlagen, Fläche Solarthermieanlagen (Quelle: BAFA (www.biomasseatlas.de, www.solaratlas.de und www.wärmepumpenatlas.de))

Die Datenbasis und Methodik ist für alle Datenarten im Energieatlas detailliert und für alle Nutzer einsehbar erläutert.