13.10.2017

Endspurt im zweiten Förderaufruf zur Beschaffung von Ladesäulen

Gemeinsam mit dem Opens external link in new windowKraftfahrzeuggewerbe Rheinland-Pfalz e.V. organisierte die Energieagentur Rheinland-Pfalz am 11. Oktober einen Workshop in Bad Kreuznach, bei dem sich die Teilnehmenden über die Fördermittel für Ladesäulen für Elektrofahrzeuge und über den Stand der Technik informieren konnten. Neben den Kommunen und Energieversorgungsunternehmen gehörten viele Autohäuser zu den Veranstaltungsgästen.

Elektromobilität als Herausforderung für das Kfz-Gewerbe

„Wir sehen in der Elektromobilität eine der größten Herausforderungen, die auf die Autohäuser und Werkstätten in den kommenden Jahren zukommt“, so Jens Bleutge, Geschäftsführer des Kfz-Landesverbands Rheinland-Pfalz. Elektroladepunkte zu installieren gewinne deshalb auch für Kfz-Betriebe an Bedeutung.

Dr. Peter Götting von der Lotsenstelle für alternative Antriebe gab den Workshopteilnehmern einen allgemeinen Überblick über die Förderlandschaft im Bereich Elektromobilität. Es gab zudem die Möglichkeit sich über Funktion und Betrieb von Ladesäulen und über mögliche Geschäftsmodelle für den Stromvertrieb während des Vortrags von Marco Lenz (MANN Naturenergie) zu informieren, bevor Florian Strunk von der Energieagentur Rheinland-Pfalz Initiates file downloaddie bisherigen Ergebnisse des Förderprogramms vorstellte und noch ganz konkret auf den aktuellen Förderaufruf einging und die Antragsstellung erläuterte.

Zweiter Aufruf im Rahmen der Förderrichtlinie Ladeinfrastruktur

Die Bundesregierung hat ein Förderprogramm für Ladeinfrastruktur geschaffen. Das Gesamtbudget des Programms umfasst 300 Millionen Euro und läuft bis 2020. Ziel des Programms ist der Aufbau eines flächendeckenden, bedarfsgerechtem und nutzerfreundlichem Ladeinfrastrukturnetz in der Bundesrepublik. Dafür sollen mindestens 15.000 neue Ladesäulen im Bundesgebiet entstehen. Die Beantragung der Zuschüsse ist während der einzelnen Förderaufrufe möglich. Der zweite Förderaufruf zur Beantragung von Fördermitteln für öffentlich zugängliche Ladesäulen läuft aktuell noch bis zum 30.10.2017. Gefördert werden die Investitionen in Ladesäule und Netzanschluss mit bis zu 40 Prozent der Anschaffungskosten. Im Rahmen des aktuellen Aufrufs können in Rheinland-Pfalz 900 Normalladepunkte (mit einer Leistung bis zu 22 Kilowatt) und 76 Schnellladepunkte (mit 150 Kilowatt) gefördert werden.

 

Der Förderaufruf im kompakten Überblick

Was wird gefördert?

  • Normalladepunkte (bis einschließlich 22 kW Ladeleistung je Ladepunkt)
  • Schnellladepunkte (mit 150 kW Ladeleistung)
  • Ergänzender Netzanschluss

Wie hoch ist die Förderung?

  • Normalladepunkte (bis einschließlich 22 kW Ladeleistung je Ladepunkt): Zuschuss von max. 40 Prozent (höchstens 2.500 Euro)
  • Schnellladepunkte: Zuschuss von max. 40 Prozent (höchstens 30.000 Euro)
  • Ergänzender Netzanschluss: Zuschuss von max. 40 Prozent (höchstens 5.000 Euro) für den Anschluss an das Niederspannungsnetz, Zuschuss von max. 40 Prozent (höchstens 50.000 Euro) für den Anschluss an das Mittelspannungsnetz 

Fördervoraussetzung:

  • Ununterbrochene öffentliche Zugänglichkeit, d.h. 24 Stunden täglich an 7 Tagen in der Woche.

Regionale Verteilung:

Pro Bundesland kann eine maximale Anzahl an Ladepunkten gefördert werden. Für Rheinland-Pfalz gilt folgender Verteilungsschlüssel für Normal- und Schnellladepunkte:

  • Normalladepunkte: 900
  • Schnellladepunkte: 76

Prinzip der Wirtschaftlichkeit (Kriterium der geringsten Fördermittel pro kW Ladeleistung): 

Auf Grundlage des Aspekts der Wirtschaftlichkeit wird für die Errichtung neuer Ladeinfrastruktur ein Auswahlverfahren innerhalb eines Bundeslandes durchgeführt. Die Anwendung des Wirtschaftlichkeitsprinzips erfolgt dann, wenn die förderfähigen Ladepunkte eines Bundeslands (siehe oben) in der Gesamtzahl der Beantragungen überschritten werden. Die Mittelvergabe erfolgt dann nach dem zentralen Kriterium der geringsten Fördermittel pro kW Ladeleistung. Das heißt, pro Antrag werden die beantragten Fördermittel pro kW Gesamtladeleistung zugrunde gelegt.

Die Betrachtung der Wirtschaftlichkeit erfolgt für Normalladepunkte und Schnellladepunkte getrennt.

Wer ist antragsberechtigt?

  • Natürliche und juristische Personen.

Weitere Infos zum Förderaufruf unter www.energieagentur.rlp.de/mobilitaetswende oder www.now-gmbh.de/de/ladeinfrastruktur

Dokumente zur Antragsstellung finden Sie auf der Opens external link in new windowWebsite der Bundesanstalt für Verwaltungsdienstleistungen.