01.12.2017

Elektromobilität ist aktueller denn je

Die Teilnehmer des Netzwerktreffens Elektromobilität durften sich in diesem Jahr über ein spannendes Programm freuen (Foto: Energieagentur Rheinland-Pfalz).

Die Öffnet externen Link in neuem FensterLotsenstelle für alternative Antriebe bei der Energieagentur Rheinland-Pfalz hatte am Montag, 27. November 2017, zum Jahrestreffen des Netzwerks Elektromobilität nach Mainz eingeladen. Sieben Jahre nach Gründung des landesweiten Netzwerks ist die Elektromobilität aktueller denn je. „Die andauernde Überschreitung der NO2-Immissionsgrenzwerte in vielen Städten und Ballungszentren in Deutschland und die Diskussionen um die Diesel-Debatte mit drohenden Fahrverboten für Diesel Fahrzeuge hat uns gezeigt, dass im Bereich der Luftreinhaltung akuter Handlungsbedarf besteht. Hier kann die Elektrifizierung des motorisierten Individualverkehrs und des öffentlichen Nahverkehrs positive Auswirkungen auf die Schadstoffbelastung in den hochbelasteten Innenstädten haben“, sagte Staatssekretär Thomas Griese, Ministerium für Umwelt, Energie, Ernährung und Forsten Rheinland-Pfalz, in seinem Grußwort.

Staatssekretär Andy Becht, Ministerium für Wirtschaft, Verkehr, Landwirtschaft und Weinbau Rheinland-Pfalz ergänzte: „Die Landesregierung unterstützt mit der Öffnet internen Link im aktuellen FensterLotsenstelle Alternative Antriebe der Energieagentur insbesondere Kommunen bei der Umsetzung von Elektromobilität. Auch die Ladeinfrastruktur spielt hier eine wichtige Rolle. Der Bund sieht dafür entsprechende Förderprogramme vor. Das Verkehrsministerium macht regelmäßig darauf aufmerksam und appelliert an Kommunen und Unternehmen, diese Möglichkeit zu nutzen. Das machen die rheinland-pfälzischen Kommunen auch sehr engagiert: Beim aktuellen Aufruf liegt Rheinland-Pfalz bei der Anzahl der gestellten Anträge auf einem sehr guten vierten Platz. Das zeigt: Rheinland-Pfalz ist aktiv in Sachen Elektromobilität!“

Breites Themenspektrum: Von Dieselgipfel bis Rollator

Die Vorträge des diesjährigen Netzwerktreffens waren thematisch breit gefächert. Über die Frage, wie sich die Elektromobilität infolge der Diesel- und Städtegipfel auf Bundesebene entwickeln kann, referierte Gerhard Harmeling aus dem Ministerium für Wirtschaft, Verkehr, Landwirtschaft und Weinbau. Christoph Rentschler vom Institut für Mobilität und Verkehr (imove) der Technischen Universtität (TU) Kaiserslautern stellte das Projekt "Tankstelle 2.0" vor, das sich mit der erforderlichen Infrastruktur von Kraftfahrzeugen mit alternativen Antrieben beschäftigt. Mit der Elektrifizierung von Nutzfahrzeugen befasste sich das Commercial Vehicle Cluster, dessen Arbeit der Geschäftsführer Martin Thul vorstellte.

Dass Elektromobilität durchaus auch 'im Kleinen' wirken kann, zeigten zum einen der Beitrag von Klimaschutzmanagerin Daria Paluch über den Ausbau der Ladeinfrastruktur in der Verbandsgemeinde Wörrstadt (Kreis Alzey-Worms), zum anderen das Blitzlicht zum Projekt "Entwicklung zur Steigerung der Energieeffizienz eines Rollators", das Johann Gerst von der Hochschule Kaiserslautern einbrachte.
Rund um die Vorträge und während der Vernetzungsphasen entstanden rege Diskussionen, unter anderem zu den Fragen der nachhaltigen Stromversorgung von Elektromobilen, den Handlungsspielräumen von Kommunen und zu finanzieller Unterstützung seitens des Bundes.

Lotsenstelle für alternative Antriebe berät und vernetzt

Gerade der Austausch der Teilnehmer ist ein zentrales Element des Netzwerks Elektromobilität, das 2010 als Bestandteil eines mit Landesmitteln und Mitteln aus dem Europäischen Fonds für Regionale Entwicklung (EFRE) geförderten Forschungsprojekts um die TU Kaiserslautern entstand. Die Koordination liegt seit April 2015 bei der Energieagentur Rheinland-Pfalz, seit Anfang 2017 betreut dieÖffnet internen Link im aktuellen Fenster Lotsenstelle für alternative Antriebe das Netzwerk.

"Die Lotsenstelle ist die zentrale Anlaufstelle für rheinland-pfälzische Kommunen bei allen Anfragen zum Thema alternative Antriebe und Elektromobilität. Sie zielt außerdem darauf ab, die bereits im relevanten Themenbereich aktiven institutionellen Akteure und Interessensgruppen zu vernetzen – zum Beispiel hier im landesweiten Netzwerk Elektromobilität", erläuterte Thomas Pensel, Geschäftsführer der Energieagentur Rheinland-Pfalz. Und fügte hinzu, dass sich die Einrichtung der Stelle bereits bewährt habe: "Wir freuen uns über die hohe Resonanz auf diese Angebote und über die sehr guten Erfolge, die damit bereits erzielt wurden."