Elektromobilität bewegt die Bürgerinnen und Bürger der VG Gau-Algesheim

Motorhaube eines E-Autos

Foto: Energieagentur Rheinland-Pfalz

Die Gleichstellungsbeauftragte der Verbandsgemeinde Gau-Algesheim, Gisela Samstag, sowie der Klimaschutzmanager Dorian Depué luden Ende März zum praxisnahen Vortragsabend zum Thema Elektromobilität in den Ratssaal ein. Über 30 Bürgerinnen und Bürger folgten der Einladung. In vier Fachvorträgen wurde über das Thema anschaulich und transparent berichtet. Im ersten Vortrag stellte Klimaschutzmanager Depué die kommunalen Möglichkeiten vor, um das Thema sinnvoll voranzubringen. Zu den vielfältigen Möglichkeiten der Kommune zählen z.B. die Aufstellung von benutzerfreundlichen Ladesäulen in den Gemeinden und der Stadt, die Anschaffung von Elektrofahrzeugen für den Fuhrpark sowie aktive Öffentlichkeitsarbeit. Eine Idee wäre es auch, einen Arbeitskreis zur nachhaltigen Mobilität zu gründen, damit sich die aktuell niedrige Zahl rein elektrischer Fahrzeuge in der Verbandsgemeinde erhöht. Auf jeden Fall ist sich die VG sicher, dass mithilfe eines Elektro-Carsharing Angebotes, welches sich aktuell in der Planung befindet, die Akzeptanz für E-Fahrzeuge in der Bevölkerung steigen wird.

Elektromobilität: Fragen und Antworten in der Praxis

Im zweiten Vortrag von Luisa Scheerer von der Energieagentur Rheinland-Pfalz wurden verschiedene Vorurteile anschaulich entkräftigt. Hervorzuheben ist, dass E-Fahrzeuge bereits mit dem deutschen Strommix umweltfreundlicher als vergleichbare Verbrenner unterwegs sind. Insbesondere mit Ökostrom (im Idealfall vom eigenen Dach) sind E-Fahrzeuge besonders nachhaltig und oft wirtschaftlich. Die Sorge vor dem Liegenbleiben konnte ebenfalls relativiert werden, da die aktuell verfügbaren Akkus für die meisten Alltagsfahrten ausreichen. Anschließend präsentierte Daniel Heid von EWR die Sicht eines Energieunternehmens und Netzbetreibers auf die aufstrebende Elektromobilität. Auch EWR sieht in der Elektromobilität ein hohes Potenzial, weshalb in Rheinhessen ein dezentrales Ladesäulennetz weiter vervollständigt wird. Da jedoch ein Großteil der Ladevorgänge zu Hause stattfinden wird, wurden auch Ladeboxen, sogenannte „Wallboxen“, für den heimischen Gebrauch vorgestellt.

Einstieg in das Thema über E-Carsharing

Nachfolgend präsentierte sich die Bürgerenergiegenossenschaft „Rabenkopf BürgerEnergie“ aus Wackernheim. Neben Photovoltaik und Energieliefer-Angeboten ist das „Elektro-Car-Sharing“ der dritte Schwerpunkt der Genossenschaft. Vorstand Frank Repovs betonte zum Schluss, dass es besonders Sinn macht, den Zweitwagen durch ein „Sharing-Angebot“, welches mit Ökostrom betrieben wird, zu ersetzen und der Umwelt etwas Gutes zu tun. Im Idealfall kann ein Sharing-Fahrzeug bis zu sieben Zweitwagen ersetzen.

Nach den sehr vielfältigen Vorträgen hielt VG-Klimaschutzmanager Depué fest, dass die Elektromobilität ein immer wichtigerer Baustein unserer Energiewende im Verkehrssektor sein wird. Aber eins ist sicher, bevor ein KFZ genutzt wird, sollte überlegt werden, ob die Fahrt überhaupt notwendig ist und ob nicht das Rad genutzt werden könnte.

Quelle: Verbandsgemeinde Gau-Algesheim