Elektrisch, sauber und leise in Daun

Bei der Autoschau können Interessierte eine Probefahrt mit einem E-Auto machen.

Welchen Beitrag kann die Elektromobilität zum Klimaschutz, zur Luftreinhaltung, zum Lärmschutz und auch zu neuen Verkehrskonzepten leisten? Wie weit kommt man mit einer Ladung, gerade auch im ländlichen Raum wie der Vulkaneifel? Am gemeinsamen Stand der Energieagentur Rheinland-Pfalz und des Unesco Global Geopark Vulkaneifel und ZENAPA (Zero Emission Nature Protection Areas) können Bürgerinnen und Bürger die Antworten auf diese Fragen finden. Und: Sie können eine Probefahrt mit dem Renault Zoe der Energieagentur Rheinland-Pfalz machen. „Im Mittelpunkt steht bei uns das Fahrerlebnis der Bürgerinnen und Bürger. Sie können sich auf ungezwungene Art und Weise einen eigenen Eindruck verschaffen“, erläutert Anna Jessenberger, Regionalreferentin der Energieagentur Rheinland-Pfalz.

Die Chance der Elektromobilität im ländlichen Raum

Verbreitet herrscht die Meinung, der Umstieg auf ein Elektrofahrzeug empfehle sich nur in der Stadt mit ihren kurzen Wegstrecken. Die Reichweiten der Elektrofahrzeuge würden den Anforderungen auf dem Land nicht genügen. Viele Elektrofahrzeuge der aktuellen Generation sind jedoch mit Batterien ausgestattet, die realistische Reichweiten von 300 Kilometern und mehr ermöglichen. Dabei ist es nachrangig, ob der Fahrer sich im urbanen oder ländlichen Raum bewegt.

Beim Nachladen des Akkus müssen künftige E-Mobilisten ihre Gewohnheiten ändern. Während der Fahrer eines Fahrzeugs mit Verbrennungsmotor dann tankt, wenn der Sprit zur Neige geht, wird man bei Elektroautos eine ständige Routine des Aufladens entwickeln müssen. Die Autos werden geladen, wenn das Fahrzeug steht und die Möglichkeit dafür gegeben ist – und das jeden Tag. Hier besitzt der ländliche Raum einen großen Vorteil gegenüber den sogenannten „Laternenparkern“ im (inner-)städtischen Bereich. Die Möglichkeiten das Elektroauto aufzuladen, werden auf dem Land in der Garage, im Carport oder am Stellplatz im privaten Bereich geschaffen.

Elektromobilitätskonzepte für Kommunen

Auch immer mehr Kommunen beschäftigten sich mit dem Thema Elektromobilität. So hat sich der Vulkaneifelkreis ein Teilklimaschutzkonzept Mobilität entwickeln lassen, in dem auch die Elektromobilität betrachtet wird. Für ein kleines Carsharing-Projekt zwischen Kreisverwaltung und Kreissparkasse wurde ein Elektroauto beschafft, das nun tagsüber für Dienstfahrten der beiden Organisationen zur Verfügung steht. Abends und am Wochenende können Bürgerinnen und Bürger das Auto benutzen. Geladen wird an einer eigenen Ladesäule bei der Kreisverwaltung. „Ich freue mich, dass die Mitarbeiter ihre Dienstfahrten bald umweltbewußt mit einem Elektroauto machen können und bin gespannt auf die Erfahrungen“ so Landrat Thiel.

Auch der Unesco Global Geopark Vulkaneifel beschäftigt sich im Rahmen des Projektes LIFE-IP ZENAPA (Zero Emission Nature Protection Areas) unter anderem mit nachhaltiger Mobilität, um die Projektziele sowie die Klimaschutzziele von Bund und Land zu erreichen.

Teilen ist das neue Besitzen

Ein etwas größeres Carsharing-Projekt wird derzeit von der EifelEnergiegenossenschaft entwickelt. Gleich an mehreren Standorten sollen Elektroautos zur Verfügung stehen. „Wer auf die Anschaffung eines Zweitwagens verzichten kann weil ein E-Carsharing-Auto zur Verfügung steht, ist mobil und hat gleichzeitig viel Geld gespart“ so Johannes Pinn, einer der Vorstände der EifelEnergiegenossenschaft. Günstig ist das E-Carsharing auch für Firmen und Einrichtungen, wie beispielsweise mobile Pflegedienste, die das Elektroauto für ihre Fahrten verwenden. Außerhalb der Geschäftszeiten steht das Auto dann Bürgern zu Verfügung. Das Elektro-Sharingauto stellt für die Bürgerinnen und Bürger eine gute Möglichkeit dar, sich nachhaltig und sparsam fortzubewegen.

Elektromobilität bewegt

„Im Regionalbüro Trier nutzen wir Carsharing bei manchen Dienstfahrten und können auch ein Elektroauto buchen. Wenn man einmal Elektroauto gefahren ist, mag man gar nicht mehr auf Verbrennungsmotor wechseln“ sagt Regionalreferentin Anna Jessenberger. Die Energieagentur Rheinland-Pfalz bietet im Rahmen der Autoschau in Daun neben dem elektrisierenden Fahrvergnügen bei den Probefahrten auch viele Informationen rund um das Thema.

Die „Lotsenstelle alternative Antriebe“ der Energieagentur Rheinland-Pfalz unterstützt Kommunen, Unternehmen aber auch Bürgerinnen und Bürger durch gezielte Informationen und Workshops. Speziell für Kommunen stehen im Programm „Kommunal elektrisch“ der Energieagentur Rheinland-Pfalz mehrere Kommunen mit ihren gesammelten Erfahrungen als Paten mit Rat und Tat zur Seite.

Der Stand der Energieagentur Rheinland-Pfalz bei der Autoschau in Daun befindet sich am Marktplatz und wird in Kooperation mit ZENAPA und dem Unesco Global Geopark Vulkaneifel betreut.