19.09.2017

Eigenstrom-Versorgung aus erneuerbaren Quellen rechnet sich für Unternehmen

Bei einer gemeinsamen Veranstaltung des Umweltministeriums und der Energieagentur Rheinland-Pfalz in Mainz haben Experten auf die Vorteile der Eigenstromversorgung für Industrie, Handwerk und Gewerbe mit erneuerbar erzeugtem Strom hingewiesen. Staatssekretär Thomas Griese erklärte:„Die Eigenstromversorgung aus erneuerbaren Energien bietet für Betriebe und Unternehmen zahlreiche Vorteile und rechnet sich: Dezentral erzeugter und vor Ort verbrauchter Strom entlastet sowohl die Betriebskasse als auch die Stromnetze".

Studie belegt: Eigenverbrauch von Solarstrom ist attraktiv für Unternehmen

Die kürzlich veröffentlichte Studie der Energieagentur mit dem Titel „Opens external link in new windowAttraktive Geschäftsmodelle mit PV-Anlagen“ kommt zu dem Ergebnis, dass der Eigenverbrauch von Solarstrom für viele Unternehmen und Betriebe attraktiv ist. Staatssekretär Thomas Griese verwies darauf, dass die Solarenergie insbesondere für Einkaufsmärkte sowie Handwerks- und Gewerbebetriebe mit größeren Dachflächen oder Parkplätzen eine ideale Lösung sei, um den eigenen Strombezug und die Energiekosten nachhaltig zu senken.

Selbst erzeugter und verbrauchter Strom mit EEG Umlage belastet

Gleichzeitig kritisierte Griese, die Nutzung von erneuerbaren Energien zur Eigenstromversorgung werde in Deutschland zunehmend durch Hindernisse erschwert: „Seit 2014 wird selbst produzierter und verbrauchter Strom aus Sonne, Wind oder Biomasse bei neuen Anlagen mit einer elektrischen Leistung von über 10 kW mit der EEG-Umlage belastet. Das Paradoxe: Der Kraftwerkseigenverbrauch von umweltschädlichen Braun- und Steinkohlekraftwerken sowie Atomkraftwerken ist hingegen von der EEG-Umlage befreit“. Die Hemmnisse für die Eigenstromerzeugung aus erneuerbaren Energien müssten dringend abgebaut werden, forderte Griese.

Zur Studie Opens external link in new window „Attraktive Geschäftsmodelle mit PV-Anlagen"