Ehrenamtliche Klimaschutzpaten der Pilotregion Mittleres Moseltal treffen sich

Beim Netzwerktreffen in Traben-Trarbach diskutierten die Teilnehmer ihre geplanten Vorhaben.

Im Rahmen des Projektes "Klimaschutz in kleinen Kommunen durch ehrenamtliche Klimaschutzpaten" (KlikK aktiv) kamen die Klimaschutzpaten der Pilotregion Mittleres Moseltal zu ihrem ersten regionalen Netzwerktreffen zusammen. Das Treffen fand Mitte März im Rathaus Traben-Trarbach statt. Es diente zum besseren Kennenlernen der Klimaschutzpaten sowie dem ersten Erfahrungsaustausch untereinander. Die Sitzung wurde vom regionalen Projektmanager Zeljko Brkic organisiert und moderiert.

Anstatt von den geplanten eineinhalb, dauerte das erste Treffen knapp drei Stunden an. Die Klimaschutzpaten äußerten sich über ihre Motivation, Interessen, Schwerpunkte und ersten Projektideen. Es entwickelten sich lebendige  Gespräche und viele offene Fragen zum Beginn des Projektes wurden in der Gruppe diskutiert. „Obwohl heute nicht alle Klimaschutzpaten aus der Region Mittleres Moseltal anwesend sein konnten, war es schön zu sehen, wie viel Engagement und Fachwissen in der Gruppe steckt. Insbesondere freut mich, dass die Gruppe altersmäßig gemischt ist und das nicht nur ‚Techniker’ aus dem Bereich Energie dabei sind, sondern dass die Paten auch andere Interessen und Schwerpunkte haben“ sagte Brkic.

Sensibilisierung von Kindern und Jugendlichen

So möchten sich Sarah Hausmann aus Traben-Trarbach und Christiane Thomas aus Reil verstärkt der Sensibilisierung der Kinder und Jugendlichen für das Thema Umwelt- und Naturschutz widmen. Sie werden sich wegen der Konzipierung und Umsetzung der gemeinsamen Projekte vernetzen. „Kinder und Jugendliche sind die Erwachsenen von morgen und es ist sehr wichtig, dass sie in ihrem frühen Alter auf spielerische Art und Weise den richtigen Umgang mit unserer Umwelt lernen“, sagten Hausmann und Thomas.

Erneuerbare Energien und Technik

Die beiden Ingenieure, Dieter Zeitz aus Mülheim an der Mosel und Klaus Litzenburger aus Bengel, bringen auch große berufliche Erfahrung in das Projekt mit. Außerdem haben sie ihre Privathäuser selbst auf einen hohen energetischen Standard gebracht und möchten ihre Mitbürger motivieren, selbst diesen Weg zu gehen. Darüber hinaus möchten sie untersuchen, ob für ihre Dörfer ein Nahwärmeversorgungsnetz in Frage kommt.

Dabei werden sie von Maximilian Kinn aus Traben-Trarbach unterstützt. Der gelernte Meister und Techniker für technische Gebäudesanierung (TGA) und Gebäudeenergiemanager studiert zurzeit Energiesystemtechnik und Erneuerbare Energien in Saarbrücken. Im Rahmen seines Praktikums bei der Energieagentur Region Trier (EART) war er bereits an der Erstellung von einigen Klimaschutz- sowie Nahwärmekonzepten beteiligt. Dieses Wissen wird er gerne im Rahmen einer Schulung an seine Klimaschutzpaten-Kollegen weiter geben.

Der gelernte Malermeister und Energieberater des Handwerks, Armin Heinen, kommt aus der Gemeinde Limbach aus der Verbandsgemeinde Kirn. „Meine Gemeinde liegt zwar nicht in einer der Pilotregionen, aber als ich über das KlikK aktiv erfahren habe, wollte ich unbedingt mitmachen, da ich das Projekt sehr sinnvoll finde. Ich werde die anderen Klimaschutzpaten in den Themen ökologische Farbe, umweltfreundliches Putzen und Vermeidung der Schimmelbildung schulen.“

Nachhaltige Entwicklung von Gemeinden

Richard Pestemer setzt sich sein ganzes Leben aktiv für Umwelt- und Klimaschutz ein. Seit 15 Jahren ist er Bürgermeister der Gemeinde Neunkirchen im Hunsrück und in dieser Zeit setzt er mit seinen Mitbürgern eine nachhaltige Dorfentwicklung praktisch um: An sonnigen Tagen kann sich Neunkirchen zu 100 Prozent selbst mit Erneuerbarer Energie versorgen. Zudem war die Gemeinde bundesweit eine der ersten, deren Straßenlampen mit Ökostrom versorgt wurden und der Gemeindewald wird in Eigenregie verwaltet. „Ich will mich bei KlikK aktiv dafür einsetzen, dass das Thema Energiewende nicht isoliert und nur technisch sondern in Zusammenhang mit der Gesamtstrategie für eine nachhaltige Entwicklung der Gemeinden betrachtet wird“, sagt Pestemer. Seine Erfahrungen wird er an die Klimaschutzpaten und seine Ortsbürgermeister-Kollegen gerne weiter geben.

Das nächste Treffen der Klimaschutzpaten aus der Pilotregion Mittleres Moseltal findet am 14. April 2019 in Reil statt. Dort wird u.a. Jochen Marwerde über seine Erfahrungen als ehrenamtlicher Klimaschutzmanager der Gemeinde Hochspeyer berichten.

Weitere Interessierte, die sich als ehrenamtliche Klimaschutzpaten engagieren möchten, können sich dem Projekt anschließen.