15.03.2016

Effizienzlabel schaffen Transparenz im Heizungskeller

Bild: IZB

Um Hauseigentümer auf ihre alten, ineffizienten Heizgeräte aufmerksam zu machen, hat der Gesetzgeber ab 2016 das Effizienzlabel für Heizkessel eingeführt, die älter als 15 Jahre sind. Das Label, das bereits von Hausgeräten bekannt ist, weist Effizienzklassen von G bis A++ aus. Laut Bundesministerium für Wirtschaft und Energie sind über 70 Prozent der installierten Anlagen ineffizient und würden nur die Effizienzklassen C, D oder E erreichen. Neue Heiztechnik wie Brennstoffzellengeräte erzeugen Wärme und Strom im Haus und erhalten die beste Einstufung von A++.

Für das Heizgerät im Neubau ist der Ausweis der Effizienzklasse bereits Pflicht. Im Gebäudebestand wird das Effizienzlabel nun stufenweise eingeführt: Freiwillig im Jahr 2016, aber ab 2017 werden Schornsteinfeger Geräte ohne Effizienzlabel kennzeichnen. Heizungsinstallateure, Schornsteinfeger und bestimmte Energieberater sind berechtigt, das entsprechende Etikett auf den Heizkesseln anzubringen.

Insbesondere für die Betreiber veralteter Gasheizungen und bei vorhandenem Erdgasanschluss bietet sich der Umstieg auf eine Erdgastechnologie mit der Einstufung A++ an. Mit der Einführung des Effizienzlabels für Altkessel wird ein neues Heizsystem auf Basis von Erdgas und Brennstoffzellen angeboten, das die Höchsteinstufung erzielt. Zahlreiche Hersteller haben die in vielen Praxistests erprobte Brennstoffzellentechnologie im Programm und einige Energieversorger bieten Komplettpakete über Contracting-Angebote an.

Die Einführung des Effizienzlabels und der Brennstoffzelle sind wichtige Schritte für eine effizientere Energieversorgung im Gebäudebereich: Hauseigentümer können ihr Altgerät mit schlechter Einstufung gegen eine Brennstoffzelle mit höchster Effizienz tauschen. Dabei werden sie zu Stromproduzenten und unterstützen in den eigenen vier Wänden die Energiewende. Brennstoffzellengeräte sparen gegenüber der Brennwerttechnik und Strombezug aus dem Netz etwa ein Drittel an Energie ein und tragen durch die Einsparung von Kohlendioxid (CO2) zum Klimaschutz bei.