Effizienter Umgang mit Energie: Kommunen bilden ihre Hausmeister weiter

Die Teilnehmer der Hausmeisterschulung in Bad Kreuznach

Die Teilnehmer der Hausmeisterschulung in Bad Kreuznach (Bild: Energieagentur Rheinland-Pfalz).

Knapp 20 kommunale Hausmeister aus öffentlichen Liegenschaften wie Verwaltungsgebäuden, Schulen und Sporthallen aus der Region Rheinhessen-Nahe wurden in dieser Woche „fit gemacht“ in Sachen Energieeinsparung. Sie nahmen an Praxisseminaren teil, die den effizienten Umgang mit Energie schulten. Das Regionalbüro Rheinhessen-Nahe der Energieagentur Rheinland-Pfalz organisierte die ganztägigen Seminare in Kooperation mit dem Kreis Bad Kreuznach und der Verbandsgemeinde Nieder-Olm.

Der Hausmeister als Energiemanager und Multiplikator

Hausmeister spielen eine wichtige Rolle, wenn es um das Energiesparen in öffentlichen Gebäuden geht. Ohne große Investitionen können sachkundige Hausmeister den Energieverbrauch „ihres“ Gebäudes um bis zu 15 Prozent vermindern. Sie kennen die Gebäude und Nutzer am besten und haben den benötigten Einfluss, um aktiv Energie einzusparen. Dazu müssen sie die Anlagen effizient bedienen und an sich ändernde Nutzungsbedingungen anpassen können. Aber auch kleine Maßnahmen wie zum Beispiel die richtige Lüftung von Räumen sparen Energie ein und fördern darüber hinaus beispielsweise auch die Konzentrationsfähigkeit der Schüler. Dieses Fachwissen gespickt mit vielen Praxisbeispielen erhielten die Hausmeister im Rahmen der Schulungen.

„Hausmeister haben auch eine gewisse Vorbildfunktion“, so Mareen Kilduff, Leiterin des Projektes „100 Energieeffizienz-Kommunen Rheinland-Pfalz“ bei der Energieagentur Rheinland-Pfalz. „Wenn sie das Wissen über Energieeinsparmöglichkeiten ganz praktisch in Verwaltungen, Schulen, Bauhöfen oder Wohnheimen weitergeben, können sehr viele Menschen erreicht werden.“

Dem stimmt Simon Haas, Klimaschutzmanager des Kreises Bad Kreuznach, zu: „Ein außergewöhnlich hoher Wasserverbrauch im Verwaltungsgebäude der Kreisverwaltung konnte beispielsweise nur mit Hilfe des Know-Hows der Hausmeister aufgeklärt und behoben werden.“

Jens Breyer, Hausmeister im Rathaus der Verbandsgemeinde Nieder-Olm, zieht sein persönliches Fazit seiner Teilnahme: „Die Schulung hat bei mir sowohl Vergessenes wieder hervorgerufen als auch neue Anregungen gegeben.“ Konkret werde er sich jetzt zunächst einmal die Beleuchtung in den Liegenschaften vornehmen: „Durch den Austausch der Leuchtmittel kann nicht nur der Stromverbrauch herunter geschraubt werden, auch die Lichtstärke für die Verwaltungsmitarbeiter kann dadurch verbessert werden.“ Auch mit der Heizungssteuerung möchte er sich auseinander setzen, um sie zu optimieren.

Klima schützen und Kosten senken

Ein effizienter Umgang mit Energie ist nicht nur im Sinne des Klimaschutzes und der Ressourcenschonung wichtig, sondern nutzt den Kommunen auch in finanzieller Hinsicht. Wer etwa die Heizungsanlage optimal einstellt, hilft bares Geld zu sparen. Potenziale bieten außerdem die Bereiche Elektrogeräte, Beleuchtung und Wasser. Dies motiviert die Hausmeister, das Erlernte schnellstmöglich umzusetzen.

Michael Brieden-Segler vom Energiebüro e&u aus Bielefeld, der im Auftrag der Energieagentur Rheinland-Pfalz die Schulung für die Hausmeister durchführte, stellte fest: „Durch den richtigen Umgang mit den technischen Anlagen können bis zu 15 Prozent der Verbräuche eingespart werden. Hausmeister sollten diesbezüglich eingebunden und ihre Kenntnisse und Fähigkeiten genutzt werden.“

Weitere Informationen zum Netzwerk „Einführung eines Energiecontrolling und –managements für kommunale Liegenschaften“

 

Die Teilnehmer der Hausmeisterschulung in Nieder-Olm (Bild: Energieagentur Rheinland-Pfalz):

Die Teilnehmer der Hausmeisterschulung in Nieder-Olm