Drei-Punkte-Plan für Klimaanpassung in Kommunen vereinbart

Rheinland-Pfalz gehört zu den Bundesländern, die am meisten vom Klimawandel betroffen sind. Seit Beginn der Messungen ist die Temperatur bereits um 1,6 Grad Celsius gestiegen. Extreme Wetterereignisse, wie Hitzewellen, Dürren, Waldbrände, Starkregen und Überflutungen, veranlassen immer mehr Kommunen, Strategien und Maßnahmen zur Anpassung an den Klimawandel zu treffen.

Zur Unterstützung der Kommunen und Landkreise haben Bundesumweltministerin Svenja Schulze und die Präsidenten der kommunalen Spitzenverbände am 22. März einen Drei-Punkte-Plan vereinbart. Kernelemente dieses Plans sind die Einrichtung eines bundesweiten Beratungszentrums für Städte, Landkreise und Gemeinden, der Einsatz von lokalen Anpassungsmanagern und eine Auszeichnung von innovativen Lösungen über den Wettbewerb „Blauer Kompass“.

Der Drei-Punkte-Plan im Detail

An das bundesweite Beratungszentrum können sich lokale Entscheidungsträger aus Gemeinden, Städten und Landkreisen wenden, wenn sie Informationen und Anregungen für Strategien und Projekte benötigen. Mit dem Beratungsteam können sich Kommunen zu individuellen Anpassungskonzepten austauschen und Möglichkeiten finden, um Aufmerksamkeit für das Thema zu schaffen. 

Kommunen erhalten im Rahmen des Förderprogramms „Maßnahmen zur Anpassung an den Klimawandel“ des Bundesumweltministeriums finanzielle Unterstützung beim Aufbau eines nachhaltigen Anpassungsmanagements vor Ort. Die Umsetzung von Anpassungskonzepten soll über lokale Anpassungsmanager geschehen.

Für besonders innovative Projekte der Klimaanpassung können Kommunen künftig eine Auszeichnung über den Wettbewerb „Blauer Kompass“ erhalten. Die Auszeichnung im Rahmen des Wettbewerbs ist eine Neuerung.

Der Drei-Punkte-Plan soll bis zur Sommerpause umgesetzt werden.