Designetz: Lösungen für die künftige dezentrale Energieversorgung

Seit dem Start des SINTEG-Projekts DESIGNETZ Anfang 2017 entwickeln 46 Partner, darunter Akteure aus Energieversorgung, Industrie, Politik und Kommunen sowie Forschung und Wissenschaft aus den drei Bundesländern Nordrhein-Westfalen, Rheinland-Pfalz und dem Saarland, eine Blaupause für das Energiesystem der Zukunft. Im Rahmen seiner Klimaschutz-Tour besuchte Dr. Thomas Griese, Staatssekretär des Ministeriums für Umwelt, Energie, Ernährung und Forsten des Landes Rheinland-Pfalz, ausgewählte Teilprojekte von DESIGNETZ in Ludwigshafen, Münchweiler und Bingen.

Immer mehr Strom wird in Zukunft aus erneuerbaren Energien gewonnen. Bereits heute gibt es in Deutschland rund 1,8 Millionen dezentrale Erzeugungsanlagen, die grünen Strom aus Windkraft, Sonnenenergie oder Biogas in das Verteilnetz einspeisen – Tendenz weiter stark steigend. Um der dadurch entstehenden schwankenden Einspeisung und dem sich gleichzeitig verändernden Verbrauch gerecht zu werden, bedarf es intelligenter Konzepte. DESIGNETZ entwickelt Lösungen für dieses zukünftige Energiesystem. Kerngedanke ist der Ausgleich zwischen Erzeugung und Verbrauch von Energie, möglichst bereits auf lokaler beziehungsweise regionaler Ebene. „Um die Energiewende zum Erfolg zu führen, muss Energie stärker dort verbraucht werden, wo sie erzeugt wird“, so Griese. Unterschiedliche Vorhaben zeigen Flexibilitätspotenziale und intelligente Steuerungsmöglichkeiten auf, um diesen Ausgleich zu ermöglichen. Neben einer Gesamteffizienz des Systems unter anderem auch mit der Wirkung auf einen reduzierten Netzausbaubedarf.

Akzeptanz der unterschiedlichen Nutzergruppen als wichtiger Faktor für das neue Energiesystem

Neben Herausforderung für Technik und Steuerung, befasst sich das Projekt auch mit Nutzerbedürfnissen, -hemmnissen und -motivationen in Bezug auf die Mobilisierung von Flexibilität. In einem entsprechendem Arbeitspaket arbeiten das Institut für ökologisches Wirtschaften (IÖW), die StoRegio e. V., die Transferstelle Bingen und die Energieagenturen aus Rheinland-Pfalz und Nordrhein-Westfalen zusammen. Erkenntnisse münden beispielsweise in Empfehlungen für eine Weiterentwicklung von Kooperations- und Geschäftsmodellen.

Beitrag der Energieagentur Rheinland-Pfalz

Im Rahmen von Designetz übernimmt die Landesenergieagentur insbesondere Aufgaben zur Untersuchung von nutzerseitigen Hemmnissen und Anreizen bei der Umsetzung von Flexibilitäten in einem intelligenten Energiesystem sowie zur Herleitung von Handlungsempfehlungen zur Einbindung von Nutzerbelangen, u.a. in der Geschäftsmodellentwicklung.

Im Vordergrund der besuchten DESIGNETZ -Teilprojekte standen vor allem technische Lösungen und erste Erfahrungen aus deren Betrieb.

Weitere Informationen zu den DESIGNETZ-Teilprojekten in Rheinland-Pfalz