17.03.2016

Denise Heinze, als „BUFDI“ im Nationalpark

Denise Heinze absolviert im Nationalpark Hunsrück-Hochwald ihren ökologischen Bundesfreiwilligendienst.


„Der Klimawandel ist ein Fakt. Früher oder später hören auch die Letzten auf zu denken: ,Jemand anders wird sich schon kümmern.‘“ Das sagt Denise Heinze, die für sich daraus eine klare Konsequenz gezogen hat. Die aus Nordrhein-Westfalen stammende 21-Jährige engagiert sich gerade ganz handfest im Nationalpark Hunsrück-Hochwald -  sie arbeitet dort im ökologischen Bundesfreiwilligendienst.

Denise ist seit jeher naturbegeistert; ein Einsatz im Natur- und Umweltschutz liegt deshalb für sie nahe. Und im neuen Nationalpark kann sie gemeinsam mit den Rangern aktiv an dessen Gestaltung mitwirken und so auch einen Beitrag zum Klimaschutz leisten.

„Intakte natürliche Wälder sind die Lebensgrundlage vieler Pflanzen und Tiere. Wälder speichern CO2 und Wasser - und sie liefern Sauerstoff“, sagt sie. „Obendrein bieten sie den Menschen Oasen der Ruhe, Entspannung und Erholung.“

Im Nationalpark steht die Natur unter Schutz. Zugleich müsse sich der Park erst noch entwickeln, meint Denise Heinze und verweist auf ihr Haupt-Einsatzgebiet: die Moore. Deren Renaturierung ist ihr ebenso wichtig wie das Wiedererstehen von Urwald mit alten Buchenbeständen. Der ökologische Bundesfreiwilligendienst biete ihr die einmalige Gelegenheit, von Beginn an dabei zu sein. So erlebt sie jeden kleinen Schritt der Veränderung mit.

Andere begeistern

Den Wert dieser Veränderungen anderen Menschen zu vermitteln, ist in ihren Augen nicht immer einfach. Sie wollten überzeugt werden; „die Menschen sind ungeduldig, wenn es um Resultate geht“, sagt sie. Und bei Mooren brauche es Geduld. Sichtbar wird zunächst „nur ein kahler unansehnlicher Fleck inmitten des Nationalparks, wenn die Fichten entfernt sind“. Dass schon viel erreicht ist auf dem Weg zur Renaturierung, sei nicht für jeden erkennbar.

Für Denise Heinze ist es deshalb „selbstverständlich, andere für den Schutz der Natur zu begeistern“ - und weil Klimaschutz eben „uns alle betrifft. Keiner kann behaupten, dass sein ökologischer Fußabdruck das Klima nicht beeinflusst.“ Ihr Rat an alle Klimaschützer: Niemals aufgeben und mit viel Überzeugungskraft und Geduld am Ball bleiben.