22.09.2014

Das erste Wochenende im Zeichen der Aktionswoche „Rheinland-Pfalz: Ein Land voller Energie!“

Das erste Wochenende im Zeichen der Aktionswoche „Rheinland-Pfalz: Ein Land voller Energie!“

Am vergangenen Wochenende hat das ganze Land gezeigt, wie vielfältig die Energiewende ist!

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In der Vorderpfalz startete die Aktionswoche mit dem Tag der offenen Tür bei der GML Abfallwirtschaftsgesellschaft. Auf dem Gelände des Müllheizkraftwerkes war viel geboten – sowohl Unterhaltung als auch Information: Die Energieagentur Rheinland-Pfalz war mit dem Energiequiz vor Ort. Das Müllheizkraftwerk leistet einen erheblichen Beitrag zum Klimaschutz: Durch die Verbrennung wird der Einsatz von etwa 60.000 Tonnen Steinkohleeinheiten pro Jahr vermieden, die ansonsten für die Strom- und Fernwärmeproduktion beim lokalen Energieversorger TWL eingesetzt werden müssten. Zusätzlich wird durch den Betrieb des MHKWs in Verbindung mit dem Fernheizkraftwerk der TWL die Entstehung von etwa 50.000 Tonnen CO2 pro Jahr verhindert.

Architekt Torben Wadlinger informierte in Frankenthal über „Gesundes Bauen mit Holz im privaten Wohnungsbau“ und erläuterte die ökologischen und ökonomischen Vorteile des Bauens mit Holz. „Ein tolles Architekturbüro mit engagierten Mitarbeitern“, so das Fazit von Energieagentur-Mitarbeiter Sven Berger.

In der Region Mittelhaardt & Südpfalz zeigten die EnergieSüdwest AG und die Wintershall Holding, wie ein Autohaus in Landau mit Erdwärme aus einer stillgelegten Bohrung heizt:  „Für jede Kilowattstunde Strom, die wir da reinstecken, bekommen wir 200 Kilowattstunde Wärme: Effizienter geht nicht!“, so Bernhard Mertel, Geschäftsführer der EnergieSüdwest Projektentwicklung GmbH. Energieagentur-Mitarbeiter Oliver Decken zeichnete die Veranstalter für die Teilnahme an der Aktionswoche aus und zeigte sich beeindruckt: „Energiewende pur! Die ehemalige Erdölbohrung liefert jetzt 100 % erneuerbare Wärme für die Heizung.“

Im Zoo Landau begaben sich die Besucher am Samstag auf eine Energiesafari. Viele Zoobesucher nahmen auch am regionalen Energiequiz der Energieagentur Rheinland-Pfalz teil und hatten so manches Aha-Erlebnis: „Was, in Bad Dürkheim gibt es ein Holzhackschnitzel-Heiz-Kälte-Kraftwerk?" Ein ganz besonderer Dank geht an die Tapalatina GmbH in Deidesheim: Trotz Unwetterschadens – der frisch sanierte Keller stand unter Wasser – nahmen sich die Mitarbeiter von Tapalatina Zeit,  die Aktionswochen-Besucher über die Sanierung ihres historischen Gewölbekellers zu informieren.

Auftakt in der Region Eifel-Ahr! Der erste Termin bei der Firma Elektro Witsch in Grafschaft-Ringen, unter anderem mit einem Photovoltaik-Vortrag zum Thema „Geben Sie den steigenden Stromkosten eins aufs Dach – PV-Eigenstromverbrauch lohnt sich“ von Energieagentur-Mitarbeiter Dr. Ralf Engelmann, war gut besucht.

In der Westpfalz konnte man am Wochenende ein Einfamilienhaus besichtigen. Das Fertighaus von 1968 wurde zum KfW-Effizienzhaus 55 Standard saniert. Dabei wurden ökologische Dämmstoffe verwendet. Dank Dämmung, Photovoltaik, Solar- und Pelletheizung wird mehr Energie erzeugt, als benötigt. Die Heizung stellt die Familie nur vier Monate im Jahr an. Ansonsten herrscht ganzjährig ein angenehmes Raumklima bei rund 21°C.

In Landstuhl öffneten Barth & Mungai Architekten + Ingenieure die Türen eines zum Passivhaus sanierten Mehrfamilienhauses aus den 1960er Jahren. Im Vergleich mit den umstehenden Gebäuden der Nachbarschaft ergibt sich gewissermaßen ein „Vorher-Nachher“-Bild: Das Gebäude demonstriert, was derzeit im Bereich Energieeffizienz bei Bestandsgebäuden alles möglich ist – Gebäudetechnik, Dämmtechnologien und -methoden auf höchsten Niveau, quasi zum Anfassen und Inspirieren-lassen. „Herr Mungai schafft es, seine eigene Faszination über die Materialien, Technologien und die erzielbaren Effizienzgewinne rüberzubringen. Insofern sind dem Haus in der Asternstraße viele Besucher zu wünschen, die hoffentlich viele Ideen mit nach Hause nehmen“, fasst Mathias Orth-Heinz aus dem Regionalbüro Westpfalz seine Eindrücke zusammen.

Bei der Firma EQtherm im Westerwald gab es am ersten Aktionwoche-Wochenende flüsterleise Wärmepumpen und extrem flache Verlegesysteme für Fußbodenheizungen zu sehen. Die Firma verkauft nicht nur energieeffiziente Heiztechnik, sondern sitzt auch im neu eröffneten Firmensitz in einem vorbildlich energieeffizienten Gebäude – sie öffnet am 27. September noch einmal ihre Türen im Rahmen der Aktionswoche.

In der Region Mittelrhein besuchte Umweltministerin Ulrike Höfken am Samstag  den Brennholztag beim BioWärmeZentrum Rheinland-Pfalz (BWZ) und warb dort für eine nachhaltige und effiziente Nutzung des Brennstoffs Holz. Das BWZ bietet während der Aktionswoche täglich Veranstaltungen an.

Wirtschaftsstaatssekretär Uwe Hüser besuchte am Samstag mehrere Veranstaltungen der Aktionswoche. Mehr dazu in der Pressemitteilung des Ministeriums für Wirtschaft, Klimaschutz, Energie und Landesplanung Rheinland-Pfalz.

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