Cochem-Zeller haben großes Interesse an der eigenen Stromerzeugung

Alle Redner der Veranstaltung

Foto: unser-klima-cochem-zell e.V.

Mehr als 220 Bürgerinnen und Bürger nahmen an vier regionalen Infoveranstaltungen in Kaisersesch, Ulmen, Zell und Cochem zum Thema „Photovoltaik am Eigenheim“ teil. Unter dem Titel „Photovoltaik lohnt sich wieder“ hatte die lokale Energieagentur „unser-klima-cochem-zell e. V.“ zu Infoabenden in allen vier Verbandsgemeinden des Landkreises Cochem-Zell eingeladen.

Verschiedene Experten gaben einen Gesamtüberblick

Neben den Initiatoren der Kreisverwaltung, Klimaschutzmanager Alexander Ehl und Netzwerkmanagerin Nicole Jobelius-Schausten, standen weitere Experten Rede und Antwort: Energieberater der Verbraucherzentrale, Bernhard Andre, gab einen Überblick über die bedarfsgerechte Stromversorgung im Eigenheim. Boris Tilitzki und Alla Henkel vom Finanzamt Simmern-Zell berichteten über das richtige Vorgehen in Sachen Steuerrecht und praxiserfahrene Firmen aus der Region, Regetec aus Kaisersesch und Elektro Konrath aus Zell gaben einen Überblick über verschiedene Praxisbeispiele.

Photovoltaik lohnt sich wieder

„In Zeiten sinkender Anlagenpreise lohnt sich das nach wie vor“ berichtete Energieberater Bernhard Andre. Trotzdem sollten im Rahmen von Energieberatungen die wichtigsten Schritte von der Planung bis zur Installation bedacht werden. Man kann selbsterzeugten Strom gegen eine Einspeisevergütung verkaufen, wobei es rentabler ist den selbsterzeugten Strom im eigenen Haushalt zu nutzen.  Wie schnell es sich finanziell rechnet und wie groß die Anlage sein sollte, hängt aber sehr von der Dachfläche und dem eigenen Verbrauch ab.

Hilfsmittel bei der Entscheidungsfindung

Das von der Sparkasse Mittelmosel finanzierte Solardachkataster bietet eine Eignungsbewertung für das eigene Gebäude und ermöglicht die Simulation verschiedener Anlagen-Szenarien. Obwohl die Ausrichtung der Fläche und die Sonneneinstrahlung ausschlaggebend über den Ertrag der Anlage sind, und eine Südausrichtung optimal ist, lohnt sich heute auch eine PV auf Ost- und Westdächern.

Steuerrecht und Photovoltaikanlagen

Trotz der Wirtschaftlichkeit der Anlagen stelle das Steuerrecht eine Hürde dar, so die Veranstalter. Viele befürchten durch die Installation einer Photovoltaikanlage zu Gewerbetreibenden im steuerlichen Sinn zu werden und regelmäßig auch umsatzsteuerliche Pflichten beachten zu müssen. Um Fehler zu vermeiden solle rechtzeitig ein steuerlicher Berater (Finanzamt/Steuerberater) aufgesucht werden. Bei kleineren Photovoltaikanlagen (bis 10 kW Leistung), welche auf Dächern von privat genutzten Immobilien installiert sind, kann die Kleinunternehmerregelung in Anspruch genommen werden. Die Referenten zerstreuten die Bedenken durch umfassende Informationen und Tipps.

 

Zum Solardachkataster

Weitere Informationen zu der Veranstaltung "Photovoltaik lohnt sich wieder"

 

Quelle: Pressemeldung unser-klima-cochem-zell e.V.