16.06.2017

Chancen und Herausforderungen der Elektromobilität

Andreas Sujata gewährte den Zuhörern einen Einblick in die Planungen von StreetScooter (Foto: Energieagentur RLP/Sonja Schwarz)

Das Thema Elektromobilität nimmt rapide an Fahrt auf. Und weil der Verkehrssektor rund ein Drittel des Endenergieverbrauches für sich beansprucht und somit für erhebliche CO2- als auch Stickstoff-Emissionen sorgt, spielen alternative Antriebe auch für den Klimaschutz eine bedeutende Rolle.

Durch das Forum "Chancen und Herausforderungen der Elektromobilität", das am 14. Juni im Rahmen des 5. Jahreskongresses der Energieagentur Rheinland-Pfalz stattfand, führte Opens external link in new windowJun.-Prof. Dr. Daniel Görges, der sich an der Technischen Universität Kaiserslautern mit genau diesem Thema beschäftigt.

Michael Schramek vom Consulting-Unternehmen Opens external link in new windowEcolibro aus Troisdorf gab einen Überblick über die Entwicklung der Elektromobilität. Dabei wurde deutlich, dass Elektrofahrzeuge bereits heute interessant für die Integration in die Fuhrparks von Kommunen und Unternehmen sind und in vielen Anwendungsfällen mit geringeren Betriebskosten betrieben werden können als herkömmliche Fahrzeuge. Außerdem machte Schramek klar, dass die Reichweiten bei zukünftigen E-Autos bei sinkenden Anschaffungskosten noch weiter zunehmen werden.

Andreas Sujata, Vertriebsleiter bei Opens external link in new windowStreetScooter, einem Unternehmen der Deutsche Post DHL Group, erläuterte den Forumsteilnehmern das Produktportfolio und die Go-Green-Kampagne des E-Nutzfahrzeug-Herstellers. Sujata legte dar, dass die Post-DHL-Gruppe heute bereits 3.000 Elektrofahrzeuge und 10.000 Pedelecs betreibt. Perspektivisch solle die Zahl auf 30.000 Elektrofahrzeuge ansteigen. Und bei Streetsooter würde die jährliche Produktionskapazität zügig auf 25.000 Elektro-KFZ gesteigert, die zukünftig auch verstärkt an Drittkunden vermarktet werden sollen.

Dr. Peter Götting von der Lotsenstelle für alternative Antriebe in Rheinland-Pfalz stellte abschließend die beiden Mobilitätsprojekte der Energieagentur vor. Die landesweite "Lotsenstelle für alternative Antriebe" und das Projekt "Elektromobilität im ländlichen Raum" im Westerwald werden zukünftig mit Fokus auf die Beratung von Kommunen die Mobilitätswende in Rheinland-Pfalz unterstützen. Außerdem erläuterte Götting die Förderprogramme des Bundes im Bereich Elektromobilität.