03.05.2016

Beim Thema Quartierssanierung "das Rad nicht neu erfinden"

Foto: Energieagentur Rheinland-Pfalz

Nach Ansicht von Arno Scheer muss man beim Thema Quartierssanierung das "Rad nicht neu erfinden". Der Sanierungsmanager äußerte sich beim 2. Netzwerktreffen „Energetische Quartierssanierung und integrierte Lösungen“, das in Mainz stattfand. Unter dem Motto „Vom Konzept zur Umsetzung: Die Arbeit des Sanierungsmanagements“ hatte das Netzwerktreffen die Notwendigkeit eines Sanierungsmanagements zum Thema. Die über 30 Teilnehmerinnen und Teilnehmer kamen aus Kommunen, Instituten, Unternehmen und Verbänden, die in der Energetischen Stadtsanierung entweder schon aktiv sind oder großes Interesse an dem Thema haben. Vier aktive Sanierungsmanagerinnen und -manager referierten über ihre Arbeit im Quartier und schilderten den Umsetzungsstand in den Quartieren „Mainz-Lerchenberg“ (Bozena Reichard-Matkowski), „Mannheim-Käfertal“ (Tina Götsch und Alexander Fucker), „Speyer-Kernstadt Nord“ (Fabienne Mittmann) und „Niestetal-Heiligenrode und Niestetal-Sandershausen“ (Arno Scheer).

Unter Moderation der Energieagentur Rheinland-Pfalz stellten die Sanierungsmanagerinnen und -manager aus Hessen, Baden-Württemberg und Rheinland-Pfalz ihren Arbeitsalltag vor und zeigten, wie wichtig Bürgerbeteiligung und frühzeitige Einbindung des Sanierungsmanagements in die Erstellung des Konzeptes sind. Von ebenso großer Bedeutung ist die Verankerung des Sanierungsmanagements in der Verwaltung bzw. die Zusammenarbeit mit der Verwaltung. Neben der Umsetzungsorientierung, Partizipation und integrierten Denkmuster wurden auch neue Formate, wie beispielsweise ein Zertifikat für lokale Handwerksunternehmen, vorgestellt. Einigkeit bestand bei den Netzwerkpartnern darin, dass mit Hilfe einer Vielzahl verschiedenster Werkzeuge ein Sanierungsmanagement in der Funktion des „Kümmerers vor Ort“ ein unverzichtbarer Akteur zur Umsetzung der Maßnahmen ist und damit einen Schlüssel zur erfolgreichen Projektumsetzung darstellt.

Hintergrund: In Rheinland-Pfalz gibt es derzeit mehr als 30 Quartierskonzepte, die durch das KfW-Programm 432 gefördert wurden. Zwei Kommunen beschäftigen derzeit ein Sanierungsmanagement, die Prozesse vor Ort initiieren und begleiten.

Öffnet externen Link in neuem FensterEU-Projekt Climate Active Neigbourhoods "Aktiver Klimaschutz im Quartier"

Öffnet externen Link in neuem FensterNetzwerk energetischer Quartiersansatz und integrierte Lösungen