Bedarfe für Wärmeversorgung im Ahrtal zu 50 Prozent erfasst

Ein 20-köpfiges Team ist im Ahrtal unterwegs, um den Bedarf an Wärme für die kommenden Wintermonate zu erheben.

Seit vergangener Woche ist ein Team, bestehend aus Freiwilligen vom Helfershuttle und Mitarbeitern der Energieagentur Rheinland-Pfalz im Ahrtal unterwegs, ausgestattet mit Erhebungsbögen, um den Wärmebedarf der Flutopfer zu ermitteln. Rund 1.000 Erfassungsbögen hat das Team in kurzer Zeit zusammengetragen. Die Erfassungsbögen werden bei der Energieagentur Rheinland-Pfalz digitalisiert, die Bedarfe an die Schornsteinfegerschaft weitergegeben. In einem zweiten Schritt vereinbaren die Schornsteinfeger einen Vor-Ort-Termin bei den Betroffenen, um eine detailliertere Schadensanalyse zu erheben. Diese Daten werden an die Heizungsbauer weitergegeben, damit diese für die Betroffenen Angebote erstellen und Heizlösungen (sofern möglich) umsetzen können.

Die Ressonanz auf die Bedarfserfassung vor Ort ist sehr positiv. Sie zeigt den betroffenen Flutopfern, dass sich die Energieagentur Rheinland-Pfalz strukturiert um ihre Anliegen kümmert und vor allem, dass es vorangeht. Ein Nebeneffekt der Bedarfserhebung vor Ort ist, dass die Karten des Krisenstabes zu den Zerstörungen nochmals überprüft und korrigiert werden können.

In wenigen Tagen soll ein Call-Center eingerichtet werden, dessen Mitarbeiter sich regelmäßig bei den Betroffenen nach dem Stand der Arbeiten erkundigen, sodass - bei Fehlentwicklungen - gegengesteuert werden kann.

In den Gesprächen mit den Betroffenen, die das Helfershuttle-Team führte, ist deutlich geworden, dass viele sich Informationsveranstaltungen wünschen, in denen über Notlösungen aber auch klimagerechte Lösungen für die Zukunft informiert wird. Die Energieagentur Rheinland-Pfalz wird - gemeinsam mit ihren Partnern - zeitnah solche Veranstaltungen anbieten.

Am kommenden Freitag wird der Krisenstab der Landesregierung in einer Pressekonferenz über den Stand der Dinge berichten.