24.01.2018

Anteil der regenerativen Energien erreicht im Jahr 2017 neuen Höchststand

Große Freiflächenanlagen sind wichtige Bestandteile für die Energiewende in Rheinland-Pfalz (Foto: Energieagentur Rheinland-Pfalz)

Regenerative Energien sind wichtigste Energiequelle in Deutschland

Nach Berechnungen des Fraunhofer Instituts für Solare Energiesysteme erreichten die regenerativen Energien 2017 einen Anteil von rund 38 Prozent an der Nettostromerzeugung in Deutschland. Dies entspricht einem Anstieg von 15 Prozent gegenüber 2016. Der jährliche Ertrag lag in der Summe bei 210 Terrawattstunden (TWh), erzeugt durch Windkraft (104 TWh), Photovoltaik (38,4 TWh), Biomasse (47 TWh) und Wasserkraft (20,9 TWh). Bei den nuklear-fossilen Kraftwerken wurden laut Daten des Fraunhofer Instituts für Solare Energiesysteme Rückgänge festgestellt. Die Nettostromerzeugung bei Braunkohlekraftwerken ging um 0,7 Prozent auf 134 TWh zurück, Steinkohlekraftwerke verzeichneten einen Rückgang von 16 Prozent auf 83 TWh und Atomkraftwerke erzeugten 2017 rund 72 TWh, was einen Rückgang von zehn Prozent bedeutet.

Über 90 Prozent Stromversorgung durch regenerative Anlagen am Neujahrstag

Am Neujahrstag 2018 lag die Stromversorgung durch regenerative Energien laut dem Think-Tank Agora Energiewende zeitweise bei über 90 Prozent. Um sechs Uhr morgens wurde dieser Spitzenwert erreicht. Maßgeblichen Anteil daran hatten die Windenergie und der geringe Energieverbrauch am Neujahrstag. Gerade Sonn- und Feiertage sind aufgrund der geringen Stromnachfrage prädestiniert für einen hohen Anteil regenerativer Energien an der Stromversorgung. Aber auch über Monate hinweg betrachtet verzeichnen die regenerativen Energien einen steigenden Anteil. Aufgrund der Wetterlage im Dezember 2017 produzierten insbesondere Windkraft-Anlagen laut Angaben des Internationalen Wirtschaftsforums Regenerative Energien 14,6 TWh. Damit war der Anteil der regenerativen Energien an der Stromversorgung doppelt so hoch, wie der Anteil der verbleibenden acht Kernkraftwerke in Deutschland (ca. 7,2 TWh).

Die Energiewende in Rheinland-Pfalz

Auch in Rheinland-Pfalz geht die Energiewende stetig voran. Einen Überblick über verschiedene Arten der regenerativen Energien, bis auf Ebene der Verbandsgemeinden, gibt derÖffnet externen Link in neuem Fenster Energieatlas der Energieagentur Rheinland-Pfalz, der validierte Daten zur Verfügung stellt. Der Energieatlas Rheinland-Pfalz ist das Portal zur Aufbereitung und Visualisierung jahresbezogener Daten und der zeitlichen Entwicklung der Energiewende im Land zu den Themengebieten Strom und Wärme. Weiterhin werden ausgewählte kommunale Klimaschutzaktivitäten der Gemeinden und Landkreise dargestellt. Zudem ergibt sich durch die Präsentation beispielhafter Projekte aus der Praxis ein Überblick über Anlagen, Maßnahmen und Konzeptionen zu Energieeinsparung, Energieeffizienz und Erneuerbare Energien in Rheinland-Pfalz.

Ergänzend zum Energieatlas dokumentiert die Broschüre "Öffnet externen Link in neuem FensterStatusbericht zur Energiewende" der Energieagentur Rheinland-Pfalz die Entwicklung der Energiewende in Rheinland-Pfalz, den fünf Planungsregionen, Landkreisen sowie den Verbandsgemeinden und Städten und setzt diese in einen Kontext durch Hintergrundinformationen, Bezügen aus der Praxis und weiteren energiewenderelevanten Themen.