17.11.2016

Anpassung an Klimawandel bietet Chancen für Planung, Bau und Handwerk

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Das Baugewerbe ist voraussichtlich eine der wenigen Branchen, die in Rheinland-Pfalz vom Klimawandel profitieren können. Hintergrund ist der Ausbau erneuerbarer Energien, die energetische Modernisierung von Gebäuden und die Notwendigkeit Schäden zu beheben, die durch Extremwetterereignisse verursacht wurden. Baugewerbe, Planungsbüros, Handwerk und andere Dienstleister spielen zudem eine Schlüsselrolle bei der Umsetzung von Anpassungsmaßnahmen an den Klimawandel.

Dienstleistungssektor profitiert vom Klimaschutz und Klimafolgenanpassung

Vor allem im Dienstleistungssektor bieten Maßnahmen zum Klimaschutz und zur Klimafolgenanpassung auch Chancen für all jene Unternehmen, die ihren Kunden in diesen Belangen mit Rat und Tat zur Seite stehen, Konzepte entwickeln und Maßnahmen umsetzen können.

So wirft der zu beobachtende Anstieg der Jahresdurchschnittstemperaturen Fragen für die Sanierung alter Gebäude sowie die Planung und den Betrieb neuer Immobilien auf. Auch im naturräumlich sehr heterogenen Rheinland-Pfalz werden die Jahresdurchschnittstemperaturen ansteigen, begleitet von häufigeren Extremwetterlagen, wie z.B. Hitzewellen und Trockenperioden im Sommer. Höhere Außen-Temperaturen und größere Niederschlagsmengen in relativ kurzen Zeiträumen verändern insbesondere die Anforderungen an Bürogebäude, Kühl- und Lagerhäuser, aber auch an Gewerbeimmobilien und -flächen insgesamt. Dazu gehören je nach Region besondere Herausforderungen bei der effizienten und klimafreundlichen Energieversorgung ebenso wie neue Konzepte zur Entwässerung und ggf. vorübergehenden Speicherung von Oberflächenwasser.

Handwerksbetriebe sind hier ebenso angesprochen, wie Architektur- und Planungsbüros oder Anbieter von Beratungsdienstleistungen, ihr Portfolio nicht nur an den obligatorischen gesetzlichen Vorgaben sondern auch an zukünftigen Marktanforderungen und –chancen auszurichten, um Klimafolgenanpassungsmaßnahmen bei ihren Kunden erfolgreich zu entwickeln und zu begleiten.

Förderprogramme für Klimaschutzmaßnahmen

Förderprogramme bieten regelmäßig Möglichkeiten, im Rahmen von Klimaschutzmaßnahmen auch Klimawandelrisiken zu reduzieren. Unternehmen profitieren dann von kürzeren Amortisationszeiten und besserer Rentabilität der Investitionen, Förderquoten von bis zu 65 % sind hierbei möglich.

Bei Fragen und Anregungen zum Thema besteht die Möglichkeit, sich am KlimaFolgenDialog zu beteiligen.

(Das Projekt wird gefördert vom Opens external link in new windowBundesministerium für Umwelt, Naturschutz, Bau und Reaktorsicherheit aufgrund eines Beschlusses des Deutschen Bundestages (Förderkennzeichen: 03DAS060). Die Förderung ist Teil des Förderprogrammes "Maßnahmen zur Anpassung an die Folgen des Klimawandels" im Rahmen der deutschen Anpassungsstrategie an den Klimawandel (DAS).)

Andreas Weßner, Institut für Technologie und Arbeit e.V.