2018 war wärmstes Jahr seit Beginn der Wetteraufzeichnung

Der Klimawandel entzieht Eisbären ihren Lebensraum.

Seit Beginn der Wetteraufzeichnung 1881 war das Jahr 2018 das wärmste Jahr in Deutschland. Die durchschnittliche Temperatur lag bei 10,4 Grad Celsius und damit 0,1 Grad höher als im bisherigen Rekordjahr 2014. Das geht aus einer Bilanz des Deutschen Wetterdienstes hervor. Acht der neun wärmsten Jahre seit Beginn der Wetteraufzeichnung fallen in das 21. Jahrhundert. Das zeigt deutlich: der Klimawandel schreitet voran.

Hier noch etwas Nachdenkliches zum Jahresausklang:

Am Rande des Nordpolarmeeres

Ein Land ganz weiß mit Schnee bedeckt, so blendend hell und unbefleckt.
Darunter Alteis fest gepresst, der letzten Eiszeit kalter Rest.

Ein Gletscher kalbt, Eisblöcke schwer mit lautem Krach stürzen ins Meer.
Neugierig eine Robbe schaut, ihr Sitzplatz ist fast aufgetaut.

Fernab von dieser rauhen See in einer Höhle ganz aus Schnee,
die sehr geschickt den Wind abhält, ein Eisbärjunges kommt zur Welt.

Die Bärin säubert es sogleich, es ist noch blind, sein Fell ganz weich.
Der Eisbär draußen ist schon alt. Der Winter ist zu nass, kaum kalt.

Zu früh der Schnee an Kraft verliert, in diesem Jahr nichts mehr gefriert.
Die Eisbärhöhle, sie bricht ein. Der Eisbärmann ist nun allein.

dkb, Januar 2008