07.09.2017

Aktionswoche: Lichtexperimente und die Leichtigkeit e-mobilen Fahrens

Was ist Licht überhaupt? Was hat es mit Farben oder Energie zu tun? Kinder gingen im Workshop "Die Lichtmacher" im Wilhelm-Hack-Museum auf spannende Entdeckungstour, Foto: Wilhelm-Hack-Museum

Ohne Energie kein Licht, ohne Licht kein Leben und keine Farben

Kinder aus Ludwigshafen waren im Wilhelm-Hack-Museum dem Phänomen Licht auf der Spur. Anhand von physikalischen Licht- und optischen Alltagsphänomenen wurden im Workshop „Die Lichtmacher“ Licht und Energie auf unterschiedlichste Art und Weise erfahrbar gemacht. Mit Muskelkraft auf dem Energiefahrrad erzeugten die Kinder zudem nachhaltig und erneuerbar die nötige Energie.

Die Kinder des „Hackerklub“s  filmten die Experimente und stellten den Teilnehmenden dabei Fragen wie die „Großen“. Die Ergebnisse sind demnächst auf dem eigenen YouTube-Kanal des Museums und im OK-TV Ludwigshafen zu sehen. „Die Lichtmacher“ sind Teil des Lichtlabors, das zur Ausstellung „Stimme des Lichts“ des Wilhelm-Hack-Museums durch die Schulen wandert.

Sonnenenergie wirtschaftlich speichern und elektromobil nutzen
Zu einem Vortragsabend zum Thema „Speicherung von Solarenergie und Nutzung von Elektromobilität“ lud die Verbandsgemeinde Gau-Algesheim ein. Über 40 interessierte Bürger folgten der Einladung und erfuhren von Dr. Ralf Engelmann, Energieagentur Rheinland-Pfalz GmbH, Jörg Kiesgen, GEDEA-Ingelheim GmbH und Stephan Jacobi, Jacobi Holzbau GmbH, interessantes über aktuelle Rahmenbedingungen und die technischen Möglichkeiten.
Für die Erhöhung der Eigenstromnutzung ist die Speicherung des Solarstromes besonders im privaten Bereich unumgänglich. Die Stromerzeugung der Photovoltaik-Anlage ist oftmals nicht deckungsgleich mit dem Verbrauch im Haushalt. Viele Arbeitnehmer sind tagsüber nicht zu Hause. Genau dann produziert die Photovoltaik-Anlage den Solarstrom. Um einen Großteil des Solarstromes nicht ins Netz einzuspeisen, besteht die Möglichkeit, den Eigenverbrauch zu erhöhen. Für den Endverbraucher stehen die Optionen des Beladens eines elektrischen Speichers oder Elektromobils sowie die Umwandlung des Stromes in Wärme mittels Heizstabes oder Wärmepumpe zur Verfügung. Dr. Engelmann erläuterte den Mehrwert für die Endverbraucher durch die Nutzung eines intelligent auf den Endverbraucher abgestimmten Systems.
Schwarmspeicherung von Strom
Mit durchsetzender Digitalisierung in der Energiewirtschaft werden aktuell auch Modelle im Bereich der Schwarmspeicherung umgesetzt. Mit einer Photovoltaik-Anlage auf dem Dach und einem Speicher lassen sich Häuser bilanziell mit 100 % regenerativen Strom versorgen. Ist der Speicher leer und die Photovoltaik-Anlage erzeugt gerade keinen Strom, wird auf Wind- und Biostrom zurückgegriffen. Der Versorgung durch regenerativen Strom wird durch die verschiedenen Anbieter garantiert, der Endverbraucher muss sich um nichts kümmern.
Solarspeicher auf vier Rädern
Ein Solarstromspeicher muss aber nicht unbedingt im Keller stehen, sondern kann auch vier Räder haben. Mit einer Photovoltaik-Anlage auf dem Dach, einem Kleinwindrad und einer Flotte von Elektromobilen betreibt die Jacobi Holzbau GmbH ein nahezu klimaneutrales Unternehmen. Laut Stephan Jacobi  muss man seine Fahrgewohnheiten und die Ansprüche an das Auto beim Umstieg auf ein Elektromobil verändern. Dennoch lohne ein Umstieg in jedem Fall, die meisten Strecken, die ein Endverbraucher mobil zurücklegt, betragen durchschnittlich maximal 100 Kilometer täglich.

Mal eben zum Bäcker schweben mit dem Elektro-Roller

Der Hersteller von Elektrorollern e-bility GmbH aus Remagen zeigt in der Aktionswoche täglich bis zum 10. September, welche Möglichkeiten Privatkunden und Firmen mit den drei Modellen des „Kumpan electric“ haben, sich emissionsfrei und geräuschlos fortzubewegen.

Zu Beginn der Woche fanden sich einige Interessierte ein, um sich über die Vorteile der Elektromobilität zu informieren und Probefahrten zu unternehmen. „Bei einer maximalen Reichweite von 150 Kilometern ist der Kumpan ideal für kurze und mittlere Strecken im städtischen, aber auch im ländlichen Raum geeignet“, erläuterte Salesmanager Jens Heinrich. Mit Batterien auf Basis von Lithium-Ionen-Akkus könnten die Roller im Retro-Design der 50er-Jahre mit Qualität und einfacher Bedienbarkeit punkten.

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Geschäftsführer Philipp Tykesson, e-bility GmbH  (links), Renate Michel, Regionalreferentin der Energieagentur Rheinland-Pfalz GmbH, Alina Enache, e-bility GmbH (rechts), Foto: e-bility GmbH