20.09.2016

Aktionswoche: Klimafreundlich kochen und Stromerzeugung mit Tradition

Umweltministerin Ulrike Höfken (im Bild links) auf dem Ingelheimer Markt, Fotos: Energieagentur Rheinland-Pfalz/Sonja Schwarz

Ingelheimer Markt: Klimafreundlich kochen und genießen

Auf dem Ingelheimer Markt zeigte das Netzwerk der Klimaschutzmanager der Region Rheinhessen-Nahe im Rahmen der Aktionswoche mit leckeren Kostproben, dass Klimaschutz bei jedem Einzelnen auch schon Zuhause beginnen kann. Angeboten wurde ein „Menü“ aus vier Bestandteilen: vom Spinat-Smoothie über Rote-Beete-Knödeln, einer Restlos-Glücklich-Suppe und duftenden Apfelwaffeln war für Jeden etwas dabei.

Denn nicht nur durch den Einsatz von Elektrogeräten, beim Transport oder der Art der genutzten Heizung wird das Klima beeinflusst, auch beim Kochen gibt es leicht umzusetzende Tipps. Folgende Klimatipps hatten die Köche parat: saisonale Zutaten aus der Region, keine Treibhausprodukte und ökologisch angebaut, also Natur schonend erzeugt.

Wer darüber hinaus öfter mal zu vegetarischen Speisen greift und ansonsten häufiger auf Fleisch verzichtet, ist schon bei der Kür und leistet im kleinen bereits einen erheblichen Beitrag zum Klimaschutz. Überzeugende Argumente für Klimaschutz, der bereits in der heimischen Küche beginnen kann. Die Besucher auf dem Ingelheimer Markt ließen es sich schmecken und griffen gerne zu, etwa beim knallgrünen Spinat-Smoothie, und waren sich einig, dass Klimaschutz auch etwas für Genießer ist. Auf Wunsch erhielten die Besucher Rezeptkarten zum Nachkochen am heimischen Herd.

Zuvor hatte es sich Umweltministerin Ulrike Höfken nicht nehmen lassen, beim Bürgermeisterfrühstück ebenfalls auf die Bedeutung regionaler Produkte für den Klimaschutz hinzuweisen.

Bingen-Gaulsheim: Stromerzeugung mit Tradition

Das Wasserwerk in Bingen-Gaulsheim, das im Rahmen der Aktionswoche seine Türen für rund 70 interessierte Besucher öffnete, nutzt den Druck aus der Trinkwasserzuleitung zur Stromproduktion mittels einer Wasserkraftturbine. Aktive und ehemalige Werksangehörige standen bereit für Fragen über die Anlagentechnik und die Geschichte des historischen Gebäudes. 

Die Stromproduktion aus der Wasserkraftturbine und der Photovoltaik-Gebäudeanlage deckt ein Drittel des Strombedarfs der Trinkwasserpumpen. Diese versorgen die Speicher im Binger Stadtgebiet mit Trinkwasser. Die Stadtwerke Bingen am Rhein versorgen von diesem Punkt aus das Versorgungsgebiet der Stadt Bingen mit rund 25.000 Einwohnern. 

Die Aktionswoche läuft noch bis zum 24. September 2016 in ganz Rheinland-Pfalz mit über 100 Veranstaltungen rund um die Themen Klimaschutz und Energiewende.

Weitere Fotos von der Aktionswoche gibt's bei Twitter und auf der Energieagentur-Facebookseite.