04.09.2017

Aktionswoche am Wochenende gestartet

Das Starterset Elektromobilität des Bundesverkehrsministeriums für die Kommunen im Westerwald: Natalie Herzmann (Kreisverwaltung WW), Florian Strunk (Elektromobilität im ländlichen Raum), Landrat Achim Schwickert (Kreisverwaltung WW), Robert Buch (NOW GmbH) und Thomas Pensel (Geschäftsführer der Energieagentur Rheinland-Pfalz)

Am 2. September ist die Opens internal link in current windowAktionswoche "Rheinland-Pfalz: Ein Land voller Energie" mit einem vielfältigen Programm rund um das Thema Klimaschutz gestartet.

Roadshow Elektromobilität in Montabaur

Den Auftakt machte die Roadshow Elektromobilität in Montabaur. Elektrisch, sauber und leise - Bürgerinnen und Bürger erfuhren bei der Veranstaltung, welchen Beitrag Elektromobilität zum Klimaschutz, zur Luftreinhaltung, zum Lärmschutz und auch zu neuen Verkehrskonzepten leisten kann. Das Bundesverkehrsministerium übergab das Starterset Elektromobilität an das Projekt "Opens internal link in current windowElektromobilität im ländlichen Raum" der Energieagentur Rheinland-Pfalz und an „Wir Westerwälder!“, die unterstützende Gemeinschaftsinitiative der drei Landkreise Altenkirchen, Neuwied und des Westerwaldkreises. Für Gewerbetreibende, Privatpersonen und kommunale Vertreter gab es Informationen zu Fördermöglichkeiten für Fahrzeuge und Ladeinfrastruktur. Lokale Autohäuser ermöglichten Probefahrten für Interessierte.
Landrat Schwickert sagte vor Ort, er sehe großes Potenzial für die Elektromobilität im ländlichen Raum, gerade im Zweitwagensegment: „Bei den allermeisten unserer Fahrten im Alltag legen wir nur kurze Distanzen zurück. Egal ob zum Arbeitsplatz, zur Bäckerei oder zum Supermarkt – hier kann das Potenzial der Elektroautos schon jetzt perfekt genutzt werden.“

Per Hybridbus durch die Energiewende

Unter diesem Motto stand die Exkursion am vergangenen Samstag. Mit einem klimaschonenden Hybridbus, der bis zu 39% weniger CO2 ausstößt als ein konventioneller Bus, ging es zu Beispielen der Strom-, Wärme- und Mobilitätswende. So lernten die rund 30 Teilnehmer auf der Insel Niederwerth das Projekt „Strömungsturbinenkraftwerke“ der Bürgerenergiegenossenschaft „Neue Energie Bendorf eG“ kennen. Nach dem Besuch der Roadshow Elektromobilität in Montabaur ging es zur Besichtigung der Windenergieanlagen auf den Hartenfelser Kopf. Dort verdeutlichten Marvin Schnell, BUND Kreisgruppe Westerwald, und Karl-Heinz Groß, Alternative Energie Kroppacher Schweiz, warum eine nachhaltige Energiewende auf den Ausbau der Windenergie angewiesen ist. In Altenkirchen stellte Dirk Eiteneuer von der dort ansässigen Kreisverwaltung zum Tourabschluss den Nahwärmeverbund Glockenspitze vor, der 16 öffentliche Gebäude mit Wärme aus Holzhackschnitzeln versorgt und so rund 750 t CO2 pro Jahr einspart.

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Stadtwandeln in Worms

Am Samstag fand in Worms eine geführte Stadtführung statt, die von den üblichen Stadtführungen deutlich abweicht. Denn die Gruppe steuerte nicht etwa die typischen Wormser Sehenswürdigkeiten wie das Lutherdenkmal und den Dom an. Stattdessen wurden gezielt Wormser Menschen und Orte gezeigt, die für einen neuen, klimafreundlichen und verantwortungsbewussten Lebensstil stehen. Themen des Rundgangs waren Nachhaltige Moblität, umwelt- und ressourcenschonende sowie faire Ernährung, Mülltrennung, Gebäudesanierung sowie grüne Oasen in der Stadt. Der Stadtrundgang zeigte viele Möglichkeiten auf, sich selbst einzubringen und im Alltag auf Nachhaltigkeit und ökologische Aspekte zu achten.

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Energiesparhelfer in Aktion

Trotz unbeständigen Wetters informierten sich am Samstag auf dem Koblenzer Zentralplatz viele Interessierte am BUND-Stand über Möglichkeiten, im Haushalt Energie zu sparen. Projektleiterin Frauke Ganswind: „Wir bilden ehrenamtliche Energiesparhelfer aus, die in Haushalte gehen und zeigen: Energiesparen zahlt sich aus! Und das Beste: Es ist ganz einfach!“ Kostenfreie Schulungen werden in deutscher und arabischer Sprache im Raum Koblenz angeboten. Weitere Infos: Opens external link in new windowhttp://energiesparhelfer.bund-rlp.de/

20 Jahre Windenergie Kandrich

Einen Blick in das Innere von Windrädern ermöglichte der Tag der offenen Tür im Windpark Kandrich im Wald der Städte Ingelheim, Bingen und der Gemeinde Oberdiebach. Eingeladen hatte die Betreibergesellschaft GEDEA-Ingelheim, die bei der Gründung des Windparks vor 20 Jahren bereits die Bürger beteiligt hatte – damals noch keine Selbstverständlichkeit. Rund 50 Besucher, darunter viele Anleger, nutzen die Chance, sich über die Entwicklung der Windkraft in den zwei vergangenen Jahrzehnten zu informieren. 66 Meter Nabenhöhe hatte die erste Windkraftanlage auf dem Kandrich – weniger als die Hälfte der Nabenhöhe eines vor drei Jahren errichteten Modells, in das die Besucher ebenfalls einen Blick werfen durften. Der Windpark Kandrich hat seit seinem Bestehen schon so viel Strom erzeugt, wie eine mittelgroße Stadt mit ca. 50.000 Einwohnern in mehreren Jahren verbraucht.

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