24.11.2015

11. Energiebericht Rheinland-Pfalz veröffentlicht

Das Ministerium für Wirtschaft, Klimaschutz, Energie und Landesplanung hat den 11. Energiebericht des Landes Rheinland-Pfalz veröffentlicht. Der alle zwei Jahre erscheinende Energiebericht gibt einen Überblick über die Handlungsfelder der Energiepolitik der Landesregierung unter anderem mit den Schwerpunkten Energieeinsparung, Steigerung der Energieeffizienz und Ausbau der Erneuerbaren Energien, die Struktur und Entwicklung der Energieerzeugung und des Energieverbrauchs, die Energiepreisentwicklung sowie die Entwicklung der energiebedingten Emissionen im Land. Auch die Leistungen und Angebote der Energieagentur Rheinland-Pfalz werden in dem Bericht vorgestellt. Der 11. Energiebericht Rheinland-Pfalz bezieht sich in seinem energiestatistischen Teil auf die Bilanzjahre 2012 und 2013.

Ausgewählte Ergebnisse des Berichts

Die Summe aller Treibhausgasemissionen hat sich in Rheinland-Pfalz zwischen 1990 und 2011 beträchtlich verringert. Während sich die Gesamtemissionen an Treibhausgasen im Basisjahr 1990 noch auf 52,8 Millionen Tonnen CO2-Äquivalente beliefen, sanken sie bis 2011auf 34,6 Millionen Tonnen CO2- Äquivalente ab, was einen deutlichen Rückgang um 35 Prozent (Deutschland 27 Prozent) bedeutet.

Ursächlich für den starken Rückgang der Gesamtemissionen an Treibhausgasen waren vor allem die Minderungen beim Distickstoffoxid (Lachgas) um 87 Prozent auf 2,3 Millionen Tonnen CO2-Äquivalente im Jahr 2011. Auch der Ausstoß von Methan sank deutlich und halbierte sich bis 2011 auf 1,8 Millionen Tonnen CO2-Äquivalente.

Der energiestatistische Teil des Energieberichts zeigt deutlich, dass der Ausbau der Erneuerbaren Energien in Rheinland-Pfalz gut vorangekommen ist. So haben die Erneuerbaren Energieträger ihren Anteil am Primärenergieverbrauch des Landes bis zum Jahr 2013 auf 11,3 Prozent steigern können. Rheinland-Pfalz liegt damit rund einen Prozentpunkt über dem bundesweiten Durchschnitt.

Die rheinland-pfälzische Stromerzeugung aus regenerativen Energiequellen stieg 2012 und 2013 um 23 Prozent bzw. 16 Prozent erneut zweistellig. In den zurückliegenden vier Jahren nahm die Stromerzeugung aus regenerativen Quellen um circa 75 Prozent zu. Der Anteil regenerativ erzeugter Elektrizität an der rheinland-pfälzischen Bruttostromerzeugung stieg in 2013 auf einen neuen Höchststand von 35 Prozent. Bezogen auf den Bruttostromverbrauch erhöhte sich der Anteil der regenerativen Stromerzeugung in Rheinland-Pfalz in 2013 auf 23,1 Prozent. Die Wachstumsdynamik bei der Stromerzeugung aus Erneuerbaren Energien ging vor allem von der Windkraft und der Photovoltaik aus.

Mit einem KWK-Anteil von circa 28 Prozent am Bruttostromverbrauch des Landes in 2013 gehört Rheinland-Pfalz im bundesweiten Vergleich zur Spitzengruppe innerhalb der deutschen Flächenländer. Das aktuelle Ausbauziel des Bundes von 25 Prozent Anteil der KWK an der Stromerzeugung wurde von Rheinland-Pfalz sogar in Bezug auf den Stromverbrauch bereits in 2006 übertroffen. Erdgas ist dabei der in Kraft-Wärme-Kopplungs-Anlagen weitaus am häufigsten eingesetzte Energieträger im Land.

COP21: Verhandeln in Paris – Handeln in Rheinland-Pfalz

Ab dem 30. November 2015 findet die UN-Klimakonferenz in Paris statt. Ziel von COP21 ist es, sich global auf Einschnitte bei den Treibhausgas-Emissionen zu einigen, um die Erderwärmung auf maximal 2 °C zu begrenzen.

Unter dem Motto „Verhandeln in Paris, Handeln in Rheinland-Pfalz“ präsentiert die Energieagentur Rheinland-Pfalz täglich Meldungen über Fakten, Projekte, Menschen und Hintergründe rund um den Klimaschutz mit Fokus auf Rheinland-Pfalz.