01.02.2017

Mobilitätstag in Sprendlingen

Für die Klimaschutzmanager der Region stand der 31. Januar ganz im Zeichen der E-Mobilität, denn die geladenen Referenten beleuchteten verschiedenste Teilaspekte: Wie ist die Entwicklung der E-Mobilität in Deutschland / RLP? Wie funktioniert Carsharing in Kommunen? Was ist bei der Ladeinfrastruktur zu beachten? Und wie können E-Bikes zum Einsatz kommen?

Drei Faktoren haben die Referenten nach wie vor als Hemmnisse bzw. als zentrale Herausforderungen der Elektromobilität herausgestellt: Die Preise der Fahrzeuge, die Reichweite und die Ladeinfrastruktur.

Peter Götting von der Energieagentur Rheinland-Pfalz gab einen Überblick zur Preisentwicklung der Fahrzeuge; die Preise gleicher Modelle sind von 2009 bis 2016 schon 20 bis 30 Prozent zurück gegangen und die Vermutung liegt nahe, dass dieser Trend sich fortsetzt. Immer mehr Modelle verschiedener Automobilhersteller kommen auf den Markt.

Auch die Reichweite der neuen Modelle wird immer besser und macht die Fahrzeuge damit alltagstauglicher, auch zur kalten Jahreszeit, wenn der Akku deutliche Einbußen bei den möglichen Kilometern aufzeigt. Was die Ladeinfrastruktur angeht, betonte Referent Oliver Kaul von Amperio, wie wichtig es ist, beim Installieren von Ladesäulen auf die richtigen Anschlüsse zu achten. Denn entscheidend ist natürlich, dass Fahrer von Elektroautos ungeachtet dessen laden können, welches Modell bzw. welchen Ladeanschluß sie besitzen.

Referent Michael Lindhof von der Firma mobileeee (geschrieben mit vier "e": easy, eco-efficient und experience) hat mit seiner Geschäftsidee aufgezeigt, wie Kommunen zum einen E-Autos im eigenen Fuhrpark nutzen können, darüber hinaus aber Bürger und Mitarbeiter in nicht belegten Zeiten, Zugriff über auf die Autos haben. Verfügbarkeit, Buchung, Nutzung und Abrechnung werden online erledigt.

Eckhard Siegfried, Bürgermeister und Projektleiter der Bürgerbusse aus Horrweiler in Rheinhessen, stellte das gut funktionierende Konzept der Bürgerbusse in seiner Ortsgemeinde vor. Den zurückgelegten Strecken nach, würde sich auch für diesen Zweck der Einsatz von Elektroautos bestens anbieten, so Siegfried. Bisher ist sind E-Busse in Horrweiler noch Zukunftsmusik, über die sich Siegfried und die anderen ehrenamtlichen Fahrer aber schon konkrete Gedanken machen.

Last but not least hielt Sven Kriewald von OK-Bikes in Bad Kreuznach ein starkes Plädoyer für E-Bikes. Denn gerade auf kurzen Strecken stellt das E-Bike oft eine echte Alternative zum Auto dar. Er arbeitet eng mit Unternehmen zusammen, die E-Bikes als Diensträder einsetzen und damit nicht nur Energie, sondern auch Geld einsparen. Über JobRad, lassen sich außerdem private E-Bikes über den Arbeitgeber leasen, ähnlich den Leasing-Modellen für Autos.

Die Veranstaltung wurde vom Regionalbüro Rheinhessen-Nahe der Energieagentur Rheinland-Pfalz für das Netzwerk der Klimaschutzmanager in der Region und weitere interessierte Kommunen organisiert. Die Energieagentur der Verbandsgemeinde Sprendlingen-Gensingen hat ihre Räumlichkeiten zur Verfügung gestellt.

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