13.12.2016

Mainzer Grundschüler spüren Stromfresser auf

Bild: Die Viertklässler der Grundschule Lerchenberg präsentieren stolz ihre Urkunden, die sie zu Stromdetektiven auszeichnen (Foto: Energieagentur Rheinland-Pfalz).

Die Viertklässler der Mainzer Grundschule Lerchenberg haben sich von der Energieagentur Rheinland-Pfalz zu Stromdetektiven ausbilden lassen. In dem Projekt beschäftigten sie sich ausgiebig mit dem Thema Energiesparen.

Die Schüler brachten bereits viel Vorwissen mit: Ihnen war bereits bekannt, dass der Strom in Kohlekraftwerken oder besser durch Wind und Sonne gewonnen werden kann. Auch die potenzielle Gefahr durch Atomkraftwerke kannten die Viertklässler.

Spannend und neu war der Umgang mit Strommessgeräten, mit welchen die Schüler zu Hause mit ihren Eltern Stromfressern auf die Spur gehen konnten. Geübt wurde der Umgang mit den Geräten zuvor im Klassenraum. Bei den Messungen zu Hause fanden die Schüler heraus, dass der Fernseher und andere Elektrogeräte auch Strom verbrauchen, wenn sie doch eigentlich aus sind – im sogenannten Stand-by-Modus. Aber hierfür fanden die Grundschüler eine Lösung: Mit Hilfe einer schaltbaren Steckerleiste lassen sich die Elektrogeräte so ausschalten, dass kein Strom mehr verbraucht wird. Gemeinsam errechneten sie, dass in einem Haushalt 196 Euro Stromkosten gespart werden könnten, wenn die Stand-by-Verbräuche vermieden würden.

Die Schüler entwickelten noch weitere Ideen, wie sie Strom sparen können. Bei der Demonstration von verschiedenen Leuchtmitteln erkannten sie, dass die Verwendung von LED-Lampen im Haushalt sehr sinnvoll ist und deutlich weniger Strom verbraucht. Neben den geringeren Energiekosten geht es aber vor allem um die Senkung der Treibhausgasemissionen und damit um den Klimaschutz. Die Erzeugung von einer Kilowattstunde Strom verursacht knapp 500 g Kohlenstoffdioxid, welches für die drastische Zunahme der Erderwärmung verantwortlich ist.