26.04.2017

Klimaschutzmanager der Region zu Gast im Grün- und Umweltamt der Stadt Mainz

Das Netzwerk der Klimaschutzmanager in Rheinhessen-Nahe. V.l.n.r (hinten): Dennis Rodler, Kathrin Saudhof, Dorian Depue, Ursula Vierhuis, Markus Forschner, Elisa Michel-Karacic, Dirk Lorig, Elisabeth Wauschkuhn, Andreas Pfaff. Vorne: Anne Schuster, Simon Haas, Tatiana Herda Munoz (Foto: Energieagentur Rheinland-Pfalz)

Das Klimaschutzmanager-Netzwerktreffen der Region Rheinhessen-Nahe findet alle zwei Monate statt. Auf dem jüngsten Treffen am 25. April stellte die Stadt Mainz den neuen Opens external link in new windowMasterplan 100% Klimaschutz und ihr Vorgehen beim Thema nachhaltige Beschaffung vor.

Der Erfahrungsaustausch ist eines der Hauptziele des Netzwerks, um gegenseitiges voneinander Lernen zu fördern. Daher stellte die neue Masterplan-Managerin der Stadt Mainz, Tatiana Herda Munoz, ihren Kollegen den derzeit laufenden Masterplan-Prozess vor: Mainz ist eine von bundesweit 22 ausgewählten Masterplan-Kommunen, die von der Bundesregierung beim Klimaschutz unterstützt wird. Verschiedene Arbeitsgruppen, die sich aus einer großen Bandbreite Mainzer Akteure zusammensetzen, erstellen gemeinsam den Maßnahmenkatalog. Dieser soll helfen, die ehrgeizigen Ziele bezüglich Einsparung von CO2-Emissionen und Verringerung des Primärenergieverbrauchs zu erreichen. Dabei teilte Tatiana Herda Munoz mit der Runde, welche Herausforderungen der Prozess mit sich bringt und wie das Team damit umgeht. An den Arbeitsgruppen beteiligen sich alle Interessierten, ob Vertreter einer Institution, eines Verbandes oder auch als Privatperson.

Außerdem stand das Thema "Kommunale Beschaffung" auf der Tagesordnung: Dr. Sabine Gresch und Marion Ude, beide ebenfalls Mitarbeiterinnen der Stadt Mainz, referierten über das Beschaffungswesen innerhalb der Stadtverwaltung Mainz. Denn obwohl Kommunen tausende von Produkten einkaufen, ist meist nicht klar, wo die Produkte herkommen und unter welchen Bedingungen sie hergestellt werden. Die Stadt Mainz hat Leitlinien für Einkäufer und Zulieferer erstellt, so dass wirtschaftliche, ökologische und soziale Themen Berücksichtigung finden. Angefangen bei fairgehandeltem Kaffee, über die Büroausstattung wie zum Beispiel Recyclingpapier, aber auch elektronische Geräte und deren Energieverbrauch werden genauer unter die Lupe genommen.

Zu Gast beim Treffen war auch Wolfgang Raber aus dem Referat "Klimaschutz, Klimawandel" im rheinland-pfälzischen Ministerium für Umwelt, Energie, Ernährung und Forsten. Er berichtete über das Landesklimaschutzgesetz sowie die Erstellung des Opens external link in new windowLandesklimaschutzkonzeptes und gab den Klimaschutzmanagern die Gelegenheit für Fragen. Er betonte, dass die Arbeit für den Klimaschutz in den Kommunen vor Ort von großer Bedeutung ist, da ohne diese Klimaschutz nicht funktionieren könne. Die Energieagentur Rheinland-Pfalz sieht er als wichtiges Bindeglied zwischen Kommunen und Ministerium.

Last but not least war Elisabeth Wauschkuhn, Projektleiterin Opens external link in new window"SUPPORT, Interreg Europe" von der Energieagentur Rheinland-Pfalz zu Gast, um das Projekt vorzustellen. Ziel des Projektes ist es, die Umsetzung von Energie- und Klimaschutzkonzepten zu fördern, indem Fördermittel, insbesondere Mittel aus dem Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE) Rheinland-Pfalz, regionalen Akteuren leichter zugänglich gemacht werden.

Am Nachmittag plante eine Kleingruppe eine gemeinsame Veranstaltung des Netzwerks im Rahmen der diesjährigen Opens external link in new windowAktionswoche der Energieagentur RLP (2. - 9. September).