14.05.2014

Zwischenbilanz auf dem Weg zum „Null-Emissions-Landkreis“ Cochem-Zell

Begleiteten die Zwischenbilanz: v. li: Jörg Eckerskorn von „unser-klima-cochem-zell“, Prof. Dr. Bernd Heck vom Umweltcampus Birkenfeld, Manfred Schnur, Landrat Cochem-Zell

Cochem. Seit 2008 steht der Beschluss des Landkreises Cochem-Zell: Der Ausstoß des klimaschädlichen Treibhausgases CO2 soll bis 2020 um die Hälfte gesenkt werden. Langfristig will der Landkreis bilanziell überhaupt kein CO2 mehr in die Umwelt abgeben.

Inzwischen ist etwa die Hälfte des Zeit bis zum Zieljahr 2020 vergangen. Grund genug, eine Zwischenbilanz zu ziehen. Dazu hatte die Energieagentur des Landreises  Cochem-Zell kürzlich ins Kapuzinerkloster geladen.  Landrat Manfred Schnur hielt fest: Die vielen Klimaschutzprojekte des Kreises haben bereits zum Ersatz fossiler Energieträger oder zur Reduzierung der Treibhausgasemissionen beigetragen. Das helfe, sowohl die Klimaschutzziele des Kreises zu verwirklichen, als auch die Vorhaben des Landes und des Bundes zu stützen.

Der Landrat nannte einige Beispielprojekte, die bereits erfolgreich abgeschlossen sind: Etwa die Umrüstung kommunaler Einrichtungen auf Biomasseheizung und  eine Projektstudie zur Regionalen Wertschöpfung durch regionales Stoffstrommanagement durchgeführt vom Umweltcampus Birkenfeld.

Weitere erfolgreich umgesetzte Projekte sind die Unterzeichnung des Cochemer Protokolls zum Null-Emissions-Landkreis durch 50 regionale Partner sowie die Gründung der Energiegenossenschaft „Mehr-Energie eG“ im Mai 2012 und der Energieagentur des Landkreises „unser-klima-cochem-zell e.V.“.

Dass die Energiewende für den ländlichen Raum viele Chancen bietet, machte Professor Dr. Peter Heck vom Institut für angewandtes Stoffstrommanagement (IfaS) am Umweltcampus Birkenfeld deutlich: Importkosten für Energie könnten in regionale Arbeitsplätze umgewandelt werden. „Erneuerbare Energien seien die Zukunftschance für den ländlichen Raum“, betonte Heck: Sie könnten im Umgang mit den enormen Herausforderungen des demografischen Wandels helfen.