08.07.2015

Versuch "alternative Energiepflanzen" im Landkreis Cochem-Zell wird nun wissenschaftlich begleitet

Nach erfolgreichem Projektstart im Frühjahr 2014, ist die Projektgruppe „Etablierung alternativer Energiepflanzen im Landkreis Cochem-Zell“ um einen weiteren Partner gewachsen: Die Uni Trier wird sich zukünftig im Rahmen einer Bachelorarbeit mit dem Projekt befassen. Studentin Jennifer Makselon wird die angelegten Versuchsflächen wissenschaftlich inspizieren und bodenkundliche Vergleiche des Anbaus von Energiepflanzen durchführen.

Im ländlichen Raum hat der Anbau von Energiepflanzen in den letzten Jahren stark an Bedeutung gewonnen.

Die Abstimmung der Pflanzenart auf vorherrschende Bodenbedingungen ist hierbei maßgeblich für hohe Erträge, insbesondere für den umweltverträglichen Anbau.

Jennifer Makselon untersucht im Rahmen ihrer Bachelorarbeit im Fach Bodenkunde an der Universität Trier die Auswirkungen verschiedener Energiepflanzen auf Bodeneigenschaften. Hierzu werden ausgewählte Bodeneigenschaften unter Dauerkulturen wie Durchwachsene Silphie, Szarvasi und Igniscum, mit herkömmlichen, annuellen Arten wie Mais und Raps verglichen. Ziel der Arbeit ist es, einen Überblick über die Auswirkungen des Anbaus verschiedener Energiepflanzen als Dauerkulturen auf die Bodeneigenschaften zu erhalten.

Der Untersuchungsraum erstreckt sich neben dem Landkreis Cochem-Zell auf Bereiche im Hunsrück und dem Saarland.

Vom Ergebnis der Untersuchungen erhofft man sich umfangreiche Kenntnis über die Standorteigenschaften der landwirtschaftlichen Flächen. Dies ermöglicht einen Vergleich der Kulturarten untereinander, aber auch einen regionalen Vergleich zwischen verschiedenen Standorten.

Neben drei Landwirten, dem Dienstleistungszentrum Ländlicher Raum (DLR), dem Kreisimkerverband, dem Bauern- und Winzerverband, dem Kreisjagdverband, der Firma Freudenberger und der Energieagentur „unser-klima-cochem-zell e. V.“ ist künftig auch die Uni Trier am 5-jährigen Versuchsprojekt beteiligt.

 

Weitere Informationen zum Projekt finden Sie unter: www.ukcz.de/versuchsprojekt