19.03.2015

Seminar: Akteursbeteiligung im Kommunalen Klimaschutz im Kreishaus Mayen-Koblenz

von links Dr. Rüdiger Kape von der integrierten Umweltberatung des Landkreises Mayen-Koblenz, Franziska Wittkötter und Greta Link beide vom Deuschen Institut für Urbanistik

 

Hohe Beteiligung beim Seminar "Akteursbeteiligung im kommunalen Klimaschutz" in Koblenz. Das Deutsche Institut für Urbanistik hatte zu der Veranstaltung ins Gebäude der Kreisverwaltung Mayen-Koblenz Ratsmitglieder sowie Führungs- und Fachpersonal aus den kommunalen Umwelt-, Planungs- und Wirtschftsressorts oder auch Energiebeauftragte und Klimaschutzmanager sowie weitere interessierte Akteure geladen.

Nach der Begrüßung durch den ersten Kreisbeigeordneten Burkhard Nauroth führten Greta Link und Franziska Wittkötter vom  Deutschen Institut für Urbanistik durch die Veranstaltung. Einen großen Stellenwert hatte das Thema Bürgerbeteiligung am kommunalen Klimaschutz. Dazu gab es viele praktische Beispiele aus verschiedenen Kommunen, etwa aus der Gemeinde Sulzbach im Taunus unter dem Stichwort "Bürgermitwirkung - verträgliche Mobilität" oder aus der Stadt Heidelberg mit dem "Masterplan 100% Klimaschutz" unter breiter Beteiligung der Bürger und der Akteure. Aber auch eine Bürgerbeteiligung ganz anderer Art für den Klimaschutz wurde vorgestellt. Nämlich am Beispiel einer Bürgerenergiegenossenschaft aus der Gemeinde Weissach am Tal: Die Energiegemeinschaft hat dort bereits mehrere größere Solar-Anlagen-Projekte realisiert und strebt nun den Einstieg in Windkraftvorhaben an. So will man - ganz profitabel - zum Klimaschutz beitragen. Auch die Stadt Viernheim stellte mit dem Programmpunkt "Beteiligungsform Energie und Klimaschutz" ein Konzept vor, wie Bürger selbst am Klimaschutz mitwirken können und sich an der Erzeugung erneuerbarer Energien buchstäblich "zu hause" selbst beteiligen. Ein weiterer Focus lag auf "Neubürgern", also Menschen, die zunächst ohne Information in einen Ort kommen. Wie sie an Projekten oder ganz einfach selbst für den Klimaschutz im Ort teilnehmen oder zumindest sensibilisiert werden können, zeigte die Verbraucherzentrale Rheinland-Pfalz auf.