29.08.2017

Kann Ihr Haus Sonne?

Auf großes Interesse stieß eine Vortragsveranstaltung in Andernach, zu der der Klimaschutzmanager der Stadt Ende August gemeinsam mit dem Bau- & Energienetzwerk Mittelrhein e.V. engeladen hatte. Im Zentrum stand die Frage, wie Photovoltaikanlagen wirtschaftlich genutzt werden können.

Der Fachreferent der Energieagentur Rheinland-Pfalz Dr. Ralf Engelmann zeigte, dass dafür die Grundvoraussetzungen in unserer Region gegeben sind: Mit rund 1000 Kilowattstunden pro Quadratmeter ist ausreichend Strahlung vorhanden, und bei einer Sonneneinstrahldauer von mehr als 1000 Stunden im Jahr kann man auf einen jährlichen Stromertrag von 900 bis 1000 Kilowattstunden pro installiertem Kilowatt elektrischer Leistung kommen.

Wer sein Geld in eine PV-Anlage investieren möchte, sollte sich qualifiziert beraten lassen. Denn entscheidend für die Wirtschaftlichkeit ist eine gute Planung, so Engelmann. Optimale Ausrichtung und Neigungswinkel, Verschattungsfreiheit auch in den nächsten Jahrzehnten, rechtlich-regulatorische Rahmenbedingungen und  die Frage, ob der erzeugte Strom "nur" eingespeist werden oder auch selbst verbraucht werden soll und gegebebenfalls eine Stromspeicherung vorgesehen wird, seien vorab zu klären.

Immerhin sind die Kosten für die selbst erzeugte Kolowattstunde Strom mit den sinkenden Investitionskosten für die Anlagen auf weniger als die Hälfte der Srombezugskosten aus dem Netz gesunken. Die Eigennutzung des Solarstroms rechnet sich also - mit einem Stromspeicher kann sogar ein Eigenstromanteil von 60 bis 70 Prozent erreicht werden.

Wer sich informieren möchte, ob die auf dem Hausdach schlummernden Solarpotenziale ausreichen, kann dies mit dem Solardachkataster des Landkreises Mayen-Koblenz tun: Opens external link in new windowHier erhalten Sie die Antwort auf die Frage, ob Ihr Haus Sonne kann!