15.05.2014

Heizen mit Brennholz: Richtiges Verbrennen erhöht Effizienz

Cochem. Mal ehrlich: wer hätte sich vor 10 Jahren mit der Frage beschäftigt: „Wie verbrenne ich Holz mit möglichst gutem Heiz-Ergebnis?“. Inzwischen ist der Heizwert von Holz ein wichtiges Thema.

Wie erreicht man nun einen größtmöglichen Heizwert? Zu diesem Thema hatte kürzlich die Energieagentur „unser-klima-cochem-zell e. V.“ mit der dritten „Bioenergierunde“ eingeladen.

Im Waldhotel „Kurfürst“ in Kaisersesch informierten gleich zwei Experten zur Holznutzung: Dr. Stefan Göbel, Leiter des Forstamtes Cochem und Udo Kopp vom Biowärmezentrum Rheinland-Pfalz in Simmern.

Während Dr. Göbel über die Versorgung mit Brennholz und die Struktur des Waldes im Bereich des Cochemer Forstamtes informierte, stellte Udo Kopp vor allem die Bedingungen für effizientes Verbrennen  und Heizen vor. Ergebnis: Es gibt umfangreiche Holzressourcen in und um Cochem – gerade durch die frisch einbezogenen Niederwaldbestände. Aber unendlich ist der Bestand nicht, der Gesamtwärmebedarf ist um ein vielfaches größer, als die verfügbare Holzmenge.

Insofern bleibt als beste Möglichkeit, die Effizienz von Brennholzheizungen zu steigern. Dazu hielt Udo Kopp vom Biowärmezentrum fest: Insbesondere Holzheizungen mit der Holzvergasertechnik bieten eine sehr effiziente Verbrennung. Der Wirkungsgrad bei solchen Systemen betrage inzwischen gut 90%. Zum Vergleich: Ein offener Kamin als Raumheizung hat einen Wirkungsgrad von maximal 40% - eher 20%. Optimale Ergänzung für eine Holzvergasertechnik sei eine Solar-Anlage – damit könne der Holzkessel im Sommer unter bestimmten Voraussetzungen sogar vorübergehend abgeschaltet bleiben, so Kopp.

Guzt zu wissen über Heizen mit Brennholz.

Weitere Infos zur Holzvergasertechnik und verschiedenen Anlagen gibt’s unter www.ukcz.de/berundeholz