27.03.2015

Energieagentur „unser-klima-cochem-zell e. V.“ zieht positive Bilanz: Optimistischer Blick in die Zukunft

Auf Einladung des Vorsitzenden Landrat Manfred Schnur fand am 19.03.2015 die sechste Mitgliederversammlung der lokalen Energieagentur „unser-klima-cochem-zell e. V.“ im Sitzungssaal des Kreishauses statt.

Vorstandsmitglied Edwin Staudt, führte in Vertretung durch die Tagesordnung und übergab Geschäftsführer Dirk Barbye die Ausführungen zur Jahresrechnung 2014 sowie anderen Tagesordnungspunkten aus dem Geschäftsbereich.

Peter Christmann stellte in seiner Funktion als Kassenprüfer das Prüfergebnis vor. „Am 20.01.2015 haben wir die Jahresrechnung umfassend geprüft und dabei keine Beanstandungen festgestellt. In unserer Funktion als Kassenprüfer empfehlen Wolfgang Lambertz und ich dem Vorstand die Entlastung“, so Christmann.

 Als einer der wichtigsten Tagesordnungspunkte, wählte die Versammlung einstimmig Verbandsbürgermeister Albert Jung als Nachfolger von Karl-Heinz Simon zum neuen Vorstandsmitglied. „Ich nehme die Wahl an und danke den Anwesenden für das entgegengebrachte Vertrauen“, freute sich Jung.

 (Bio)Energie-Runde „Energieversorgung im Eigenheim“

Im Anschluss an die Versammlung lud die Energieagentur alle Interessierten zum Energiefachgespräch ein. Rund 50 Mitglieder und Interessierte folgten der Einladung.

Kreisbeigeordneter Thomas Welter führte in das Fachgespräch ein „Es freut mich sehr die Referenten des heutigen Abends begrüßen zu dürfen, die den Null-Emissions-Landkreis Cochem-Zell schon über Jahre hinweg begleiten und freue mich auf zwei interessante Vorträge“, betont Welter.

Andreas Probst, Firma Viessmann, referierte zum Einsatzbereich der Brennstoffzelle im Eigenheim. Viessmann vertreibt mit dem Produkt Vitovalor seit einem Jahr als erster Hersteller ein Seriengerät auf dem deutschen Markt. „Wir bieten mit einem Leistungsspektrum von 0,75 kWel bis 530 kWel Lösungen für viele Anwendungen an. Unsere Systeme erzeugen hocheffizient Strom und Wärme“, erklärt Probst, „außerdem sind die Einsatzmöglichkeiten vielseitig“.

Die Vorteile für den Betreiber liegen auf der Hand:

§   Hocheffiziente, umweltschonende Technologie

§   Reduzierung der CO2-Emissionen um bis zu 50 % gegenüber der Gas-Brennwerttechnik

§   Hohe jährliche Energiekosteneinsparungen und

§   Unabhängigkeit von steigenden Strompreisen

Marek Blaeser, Firma BWG Solarkonzept, gab als zweiter Referent des Abends einen Einblick in die Funktion des Kombikraftwerkes und dessen Einsatzbereich. „Die Auswahl bei einem Tausch der Heizungsanlage fällt schwer und es gibt viele Alternativen wie Öl- oder Gasbrennwertkessel, Wärmepumpen und Holzpellet-Anlagen oder eben kleine Blockheizkraftwerke“, weiß Blaeser. Die Mikro-Blockheizkraftwerke (BHKW) funktionieren nach dem Prinzip der Kraft-Wärme-Kopplung. Das bedeutet, sie produzieren gleichzeitig Wärme und Strom und eignen sich für das klassische Einfamilienhaus. 90 Prozent der Energie, mit der das kleine Kraftwerk betrieben wird, kommt umgewandelt als Wärme und Strom wieder heraus.

Nach einer anschließenden Fragerunde konnten die Zuhörer den Abend bei einem Imbiss und einem Glas Wein in kleiner Runde ausklingen lassen.


Fazit: Egal ob man sich für die Brennstoffzellentechnik oder ein Blockheizkraftwerk im Keller entscheidet, man wird somit zum Produzenten umweltschonender Wärme und Strom, denn der Energieträger wird effizient genutzt.