15.06.2014

„Die Erwachsenen müssen Vorbilder sein – damit wir Kinder uns daran orientieren können!“

„Raise your Voice, Not the Sea Level“ (Etwa: „Erhebt Eure Stimme und nicht den Meeresspiegel“) – das war das Motto für den Weltumwelttag 2014 am 5. Juni.  Auf den Klimawandel, die verbleibenden Chancen und die lauernden Risiken, darauf wollte am 7. Juni auch der Umwelttag der Stadt Koblenz zusammen mit dem Bau- und Energienetzwerk Mittelrhein, dem Koblenzer Institute for Social & Sustainable Oikonomics (ISSO) und dem Regionalbüro der Energieagentur Rheinland-Pfalz GmbH hinweisen. Ziel: der mahnende Zeigefinger bleibt in der Hosentasche. Dafür werden Lösungen vorgestellt: Alltagstauglich und mit kleinem Aufwand umsetzbar. Passend dazu war ein vielseitiges Programm in drei Teilen aufgestellt: „Zum Mit-Denken“, „Zum Mit-Machen“ und „Zum Mit-Nehmen“.

Zum „Mit-Machen“ etwa gab’s Angebote auf dem Willi-Hörter-Platz direkt am Rathaus: Dort konnten die Besucher zum Beispiel auf dem „Energiefahrrad“ (Foto) einmal selbst die Energie „erstrampeln“, die ein Haartrockner oder viele andere typische Haushaltsgeräte benötigen. Aber auch die beliebte „Jugendwerkstatt Energie“ oder die „Energie-Hits-für-Power-Kids“ (Foto) waren dabei. Auch ein Malwettbewerb  für Kinder, die „MobileSpieleKiste“   oder das „Kinder Technik Ferien Camp“ waren am Start sowie ein eMobil-Fuhrpark auf dem Schulhof des Görresgymnasiums.

Echtes Highlight waren auch die Botschafterinnen von „Plant for the Planet“ („Pflanzt!“– für den Planeten). Die zwölfjährige Merve und die fünfzehn Jahre alte Sueda stellten ihr Projekt vor: Dem Klimawandel buchstäblich ‚natürlich‘ zu begegnen, indem mit dem Projekt bis 2050 möglichst 1.000 Milliarden Bäume als „Bio-CO2-Speicher“ gepflanzt werden. „Vielleicht hilft es aber auch tatsächlich, klimafreundlichen Strom zum Beispiel mit einer Solaranlage selbst zu erzeugen und zu verbrauchen, etwas weniger Fleisch zu essen oder das Auto auf kurzer Strecke wirklich mal stehen zu lassen“, appellierte Sueda im anschließenden „ISSO-Talk“ und Merve beschwor: „Die Erwachsenen müssen Vorbilder sein – damit wir Kinder uns daran orientieren können!“

„Bonbons“ zum „Mit-Denken“: Die Talks und Vorträge im historischen Rathaussaal. Dort zeigte Umweltpsychologe Dr. Dirk Scheffler „Wege für einen zukunftsfähigen Lebensstil“ auf. Chefredakteurin Regine Gwinner von der Zeitschrift „Verträglich Reisen“ überlegte mit dem Publikum Möglichkeiten des klimafreundlichen Reisens und stellt passende Urlaube vor. 

Zum „Mit-Nehmen“ überreichten die Mitglieder von Umweltinitiativen und Umweltverbänden auf dem Jesuitenplatz Broschüren oder reichten in vielen interessanten Gesprächen Infos zum Umwelttag oder den Themen Nachhaltigkeit und Klimawandel weiter.