25.02.2015

Der Countdown läuft: In 10 Tagen starten die „Altbautage Mittelrhein 2015“ in Koblenz

Viele Diskussionen ranken sich gerade in der jüngeren Zeit um das Thema Energieeffizienz. Stichworte wie: Dämmstoffe, Brand und Schimmelgefahr, gesundheitliche Risiken und Kosten sind in der letzten Zeit häufig in der öffentlichen Debatte gefallen. Diskussionen, die bei Hausbesitzern, Vermietern und Bauherren sicher schon einmal zu Verunsicherung geführt haben.

Vielen Hausbesitzern, Vermietern und Bauherren ist allerdings auch  klar: Um das Thema Energieeffizienz kommt man nicht herum. Und während Bauherren, die heute neu bauen aufgrund gesetzlicher Bestimmungen schon hohe Energiestandards einhalten müssen, fragen sich Besitzer und Vermieter von Häusern aus den siebziger Jahren oder davor, ob sich Investitionen in die Energieeinsparung lohnen.

Zwei gute Gründe sprechen für die Umsetzung von Effizienzmaßnahmen: 1. Nie waren die Zinsen so niedrig wie heute. 2. Die Energiekosten werden bald wieder deutlich steigen - wenngleich die Preise für Öl und Gas im Moment gerade günstig sind. Alle Experten sind sich einig: Lange wird das nicht mehr so sein.

Das Thema Modernisierung und Sanierung wirft also insgesamt viele Fragen auf. Antworten liefern die „Altbautage Mittelrhein 2015“ auf dem Gelände der Hochschule Koblenz am 7. und 8. März. „Dabei handelt es sich um eine ganz besondere Messe in der Region“, erklärt Dr. Rüdiger Kape von der integrierten Umweltberatung des Landkreises Mayen-Koblenz: „Es handelt sich um eine Fachausstellung mit anbieterunabhängigen  Vorträgen zu vielen Bereichen des Modernisierens und Sanierens.“

Das besondere Bonbon der Altbautage ist neben verbraucherfreundlicher Beratung die Praxisnähe: Die Partnerunternehmen der Fach-Ausstellung  sind seit vielen Jahren “im Geschäft“. Sie alle stammen aus der Region am Mittelrhein. Sie kennen insofern die Bausubstanz und die wichtigsten Maßnahmen für eine erfolgreiche Sanierung oder eine solide Modernisierung.

Helmut Tibes, Dipl.-Ing. aus Gering bei Mayen, erklärt: „Nehmen wir doch zum Beispiel einmal das Thema „Dämmung“. Da sind viele individuelle Punkte zu klären. Viele Hausbesitzer zögern bei einer energetischen Sanierung  beim Stichwort Dämmung. Sie haben vor kurzem gehört: Dämmen bringe nicht die erwartete Ersparnis; Dämmstoffe machten Probleme beim Brandschutz und es bestehe Schimmelgefahr. Grundsätzlich kann man sagen, dass Dämmstoffe bei richtiger Verarbeitung eine Schimmelgefahr reduzieren.“

Zudem ist die Dämmung nur ein Teilbereich einer energetischen Sanierung. Grundsätzlich sollten alle Bauteile und die Haustechnik auf den energetischen Sanierungsbedarf geprüft werden: Neben einer eventuell notwendigen Dämmung der Gebäudehülle sollte der Blick auch auf Fenster und Türen gerichtet werden. Was ist mit dem Dach und der Heizung oder der Lüftung und der sonstigen Haustechnik? Kann man unter Umständen Strom und Heizenergie aus „Erneuerbaren“ mit einplanen? Diese und weitere Aspekte sollten stets aufeinander abgestimmt sein.
 
„Eine solche Sanierung hat ihren Preis - lohnt sich aber in der Regel“, weiß Dipl.-Ing. Tibes. Er hat jüngst ein Reihenmittelhaus in Mayen zusammen mit dem Eigentümer mit einigem Aufwand erfolgreich saniert und modernisiert.  Je nach Art und Umfang einer energetischen Sanierung oder Modernisierung sollte man einen mittelfristigen Ansatz als Amortisationszeitraum erwägen. „Ganz wichtig: Was zu tun ist, das ist stets individuell und lässt sich insofern eben nicht pauschal sagen. Eine gute Beratung führt aber auch zu guten Ergebnissen!“, sagt Helmut Tibes und weist daraufhin, dass neben der Beratung natürlich eine gute Planung sowie eine fachgerechte Ausführung mit Baubegleitung die besten Ergebnisse liefern. Damit entseht gleichzeitig ein behagliches Wohnklima zu Hause. Und etwas Gutes für den Klimaschutz unternimmt dann auch jeder, der modernisiert  oder saniert – denn weniger Energieverbrauch bedeutet am Ende auch weniger CO₂-Ausstoß.

Apropos Klimaschutz: Die energetische Sanierung  oder Modernisierung von Gebäuden aus den Jahren vor 1978 sind elementarer Baustein der Energiewende (1978 trat die erste Wärmeschutzverordnung in Deutschland in Kraft). Ohne eine starke Zunahme der Sanierungen oder Modernisierungen in diesem Bereich wird die Energiewende nicht zu stemmen sein. Daher gibt es natürlich auch spannende Finanzierungsbausteine sowie öffentliche Fördermittel. Detaillierte Information dazu erhalten Sie ebenfalls auf den „Altbautagen Mittelrhein 2015“.

Die „Altbautage 2015“ sind am Samstag und Sonntag dem 7. Und 8. März 2015 auf dem Gelände der Hochschule Koblenz jeweils von 10.00 bis 17.00 Uhr geöffnet.

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Hier geht's zum Ausstellerverzeichnis der Altbautage Mittelrhein 2015