04.03.2015

Cochem-Zeller Energiedorf: 14 Kommunen aus dem Landkreis erhalten den Zuschlag

Der Vorstand von „unser-klima-cochem-zell e. V.“ beschließt einstimmig: Alle 14 Bewerbergemeinden erhalten die Möglichkeit zur Teilnahme am "Energiedorf" Cochem-Zell.

Im November des vergangenen Jahres startete der Landkreis mit seiner Akquisephase und warb unter den Ortsgemeinden für die Teilnahme am Projekt „Cochem-Zeller Energiedorf“.

Mit dem quartiersbezogenen Ansatz können u. a. Lösungswege bei der energetischen Modernisierung des Gebäudebestands und der Energieeffizienz aufgezeigt werden, was das gesamt Quartier aufwerten und attraktiver gestalten kann. Zusätzlich können die Maßnahmen auf ähnliche Strukturen in der Gemeinde übertragen werden und in der Umsetzungsphase die Wertschöpfung in der Region erhöhen, indem Fachkräfte und Handwerksbetriebe bei der Umsetzung der Maßnahmen beteiligt werden.

In einem intensiven Beteiligungsprozess werden die örtlichen Akteure (Bürger, Hausbesitzer, Unternehmen, Land- und Forstwirte, kommunale Akteure sowie politische Entscheidungsträger) in den Grundlagen der Technik, Organisation und Finanzierung von Energieprojekten geschult und Projekte vor Ort entwickelt, um die Energiepotenziale umzusetzen.

Mit der Auftaktveranstaltung bei der  Klimaschutzkonferenz Cochem-Zell Anfang November 2014, schloss die Bewerbungsfrist für die Gemeinden Ende Januar. Bis zu dieser Frist konnten die eingereichten Motivations- und Interessenbekundungen bei der Energieagentur des Landkreises „unser-klima-cochem-zell e. V.“ eingereicht und berücksichtigt werden.

Landrat Manfred Schnur freut sich: „Wir waren zwar optimistisch, dass wir eine Vielzahl der Gemeinden von unserem Konzept überzeugen können, aber mit einer solchen Resonanz haben wir nicht gerechnet.“

Nach Diskussion und Abwägung innerhalb des Vorstandes steht es nun fest: Alle 14 Bewerbergemeinden erhalten die Möglichkeit zur Teilnahme.

Ein weiteres Bonbon kommt für die Teilnehmerkommunen direkt mit hinzu. Nach Gesprächen mit dem Ministerium für Wirtschaft, Klimaschutz, Energie und Landesplanung (MWKEL) stehen zusätzliche Fördermittel für die Aufstockung der schon mit 65% geförderten Quartierskonzepte, zur Verfügung. Somit sinkt der Eigenanteil zur Quartierskonzepterstellung für die Kommunen weiter.

Um eine reibungslose Projektabwicklung zu ermöglichen wurde beschlossen, die Kommunen in 2 Gruppen einzuteilen. Diese werden einen leicht zeitversetzten Projektstart haben. In der ersten Gruppe werden jeweils zwei Gemeinden aus jeder Verbandsgemeinde sein.

Gruppe 1: Bruttig-Fankel, Ellenz-Poltersdorf, Mittelstrimmig, Zell, Alflen, Schmitt, Stadt Kaisersesch,  Müllenbach
    
Gruppe 2: Ernst, Mesenich, Treis-Karden, Alf, Blankenrath, Gevenich

„Dieses Projekt zeigt viele Möglichkeiten auf und bietet Chancen für die Zukunftsfähigkeit der Gemeinden“, betont Landrat Schnur.

In den nächsten Wochen wird die Energieagentur „unser-klima-cochem-zell e. V.“, für den Kreis mit den Kommunalvertretern die entsprechenden Antragsformalitäten regeln und den Weg zur Integrierten Quartierskonzeption beschreiten.