25.03.2015

Altbautage Mittelrhein: „Danke! Wir hatten ein echtes Fachpublikum!“

Koblenz. „Das war ein echtes Fachpublikum!“, schwärmen Aussteller und Ulrike Marx vom Bau- und Energienetzwerk Mittelrhein e. V. - BEN. Nach den Altbautagen zieht das Netzwerk eine durchweg positive Bilanz. „Es hätten zwar gern noch einige Besucher mehr sein können, aber die Messe zeigt: Es müssen nicht immer zehntausende sein, um eine Veranstaltung als sehr erfolgreich betrachten zu können“, sagt Ulrike Marx weiter. Damit sagt die Geschäftsführerin des Bau- und Energienetzwerks BEN das, was auch die Aussteller denken: Die Besucher der Altbautage Mittelrhein sind gut vorbereitet. Sie wissen, dass sie etwas an ihren Gebäuden machen müssen. „Hier sind wir wirklich gefordert und können unser gesamtes Wissen und Leistungsspektrum abrufen“, meint Bauingenieur Dieter Linden aus Saffig. Und Ralf Schneider aus Lahnstein und Dennis Rechner aus Andernach ergänzen: "Das macht wirklich einen Unterschied im Vergleich zu den großen Messen: Hier hat man wirklich Zeit und kann die Besucher eingehend beraten und informieren" konstatiert Rechner. "Bei den großen Messen hat man viele Kontakte und wenig Aufträge – hier ist es genau umgekehrt. Aus unserer Sicht ist es deshalb natürlich nicht nur eine Ehrensache für BEN-Mitglieder bei den Altbautagen dabei zu sein. Es rechnet sich auch noch. Aus unserer Sicht ist das eine rundherum gelungene Veranstaltung. Wir sind beim nächsten Mal in jedem Fall wieder dabei", resümiert Aussteller Ralf Schneider.

Übrigens - Wirtschaftsministerin Eveline Lemke ließ es sich nicht nehmen, persönlich zu den Altbautagen Mittelrhein 2015 nach Koblenz zu kommen und das Grußwort zu sprechen. Dabei sagte sie: „Man erkennt das Thema Energiewende als erstes immer an den Windkraftanlagen im Land." Energiewende spiele sich aber auch im Bereich der Sanierung und Energieeffizienz ab. Dort sei allerdings kaum sichtbar, was getan werde und getan werden müsse. Die Ministerin verwies darauf, dass die Sanierung von alten Gebäuden eigentlich mindestens 3% des Bestandes pro Jahr umfassen müsse. Derzeit stagniere die Zahl bei knapp einem Prozent. Die Ministerin bedankte sich bei BEN Mittelrhein, den Partnern, Ausstellern und Besuchern: Die Altbautage leisteten am Mittelrhein einen respektablen Beitrag dafür, das Thema Altbausanierung in die Köpfe der Menschen zu bringen und zu zeigen, dass es sich für sie lohne.

Im Anschluss diskutierten Moderatorin Monika Effenberger, 1. Vors. Bau- und Energienetzwerk Mittelrhein, Prof. Dr. Joachim Hofmann-Göttig, Oberbürgermeister der Stadt Koblenz, Ministerin für Wirtschaft, Klimaschutz, Energie und Landesplanung Eveline Lemke, Matthias Nester, Vorstandsvorsitzender der Sparkasse Koblenz, Rolf Schäfer, Beigeordneter des Landkreises Mayen-Koblenz und Prof. Dr. Kristian Bosselmann-Cyran, Präsident der Hochschule Koblenz über die Altbausanierung, die Bedeutung für die Region, die Chancen.

Und schließlich waren auch die Besucher sehr angetan. Besonders beeindruckt zeigten sich die knapp 1.000 Interessierten am Vortragsprogramm und von dem umfassenden Know-How der Aussteller: "Alle meine Fragen wurden beantwortet – an manchen Ständen sogar mehr als nur beantwortet", betont eine Besucherin. Das sei ganz wunderbar und ganz anders als auf den großen Baumessen. Bei den Altbautagen stimme konzeptionell einfach alles, fügt ein anderer Besucher zu: Er ist bereits zum fünften Mal zu den Altbautagen gekommen und stellt fest: „Es gibt jedes Jahr immer neue nützliche Informationen". Sie böten für seine Vorhaben stets wichtigen Input. Ein Dritter freut sich über die ungezwungene Athmosphäre: „Bei den Altbautagen haben einfach alle Beteiligten Zeit und tauschen sich toll miteinander aus. Kein Spruch: Die Altbautage sind für mich ein echtes Unikat für die Region Mittelrhein!“