Heizen mit Brennholz

Der Landkreis Cochem-Zell  hat einen Wärme-Energiebedarf von jährlich rund 1 Terrawattstunde *) - das entspricht 1 Milliarde Kilowattstunden.

Brennholz hat dabei nach Expertenangaben einen Anteil von knapp 1,5 Prozent.

Im Landkreis Cochem-Zell fallen jährlich rund 60.000 Raummeter (RM) Brennholz als Hartholz von Eiche, Buche u.a.  sowie ca. 10.000 RM Brennholz als Weichholz - vorwiegend von Nadelbäumen - an.

Ein Rundmeter Holz ergibt ungefähr die Energiemenge eines Liters Heizöl. Ein Liter Heizöl oder ein Rundmeter Eichen-Hartholz erzeugen durchschnittlich 2100 kWh

Bei Brennholz ist das entscheidende Merkmal der Heizwert. Das ist die Energie, die als Wärme in die Raumluft abgegeben wird. Nicht zu verwechseln mit dem Brennwert: Der Brennwert gibt die Abgabe der Wärmeenergie in den Raum an, zuzüglich  der Abgabe von Wärmeenergie per Rauchgas in die Abluft.

Je feuchter das Holz, desto geringer der Heizwert = viel Wärme geht mit Wasserdampf in der Abluft verloren. Brennholz sollte möglichst nur 15%, in jedem Fall weniger als 20% Feuchtigkeit enthalten.

Frisch geschlagenes Holz enthält bis zu 60% Feuchtigkeit. Brennholz sollte daher gut belüftet an einem sonnigen Ort gelagert werden. Nadelholz 1-2 Jahre, Laubholz 2-3 Jahre.

Um die Wärmeenergie im Rauchgas bestmöglich auszuschöpfen, empfiehlt sich die so genannte Holzvergasertechnik – wie im Vortrag durch Udo Kopp vorgestellt. Sie wird in verschiedenen Holzheizsystemen angeboten und erreicht Wirkungsgrade bis zu 90%: Also sehr hohe Grade durch vergleichbar mit Ölheizungen und auch vergleichbar mit Gas-Brennwertheizkesseln (die erreichen teilweise allerdings Wirkungsgrade bis sogar über 100%)

*) Quelle: Energiesteckbrief des Kreises Cochem-Zell (2010)