05.12.2016

Verbandsgemeinde Bad Ems ausgezeichnet für Klimaschutzmanagement

Die Verbandsgemeinde Bad Ems wurde im Rahmen des Energie- und Klimaschutzmanagement-Programms der deutschen Energieagentur und der Energieagentur Rheinland-Pfalz als erfolgreicher Teilnehmer ausgezeichnet.

Zwölf Städte und Kommunen aus ganz Rheinland-Pfalz nahmen in 20 Monaten (April 2015 bis November 2016) an zwölf Workshops und Netzwerktreffen des Pilot-Projektes der deutschen Energieagentur (dena) zusammen mit der Energieagentur Rheinland-Pfalz teil.

Thomas Pensel, Geschäftsführer der Energieagentur Rheinland-Pfalz, betonte: „Das Pilotprojekt „Energie- und Klimaschutzmanagement für Kommunen“ ist ein gutes Beispiel dafür, dass von einem systematischen Ansatz beim kommunalen Klimaschutz Städte, Verbands- und Ortsgemeinden finanziell profitieren. Es zeigt aber auch, dass durch die fachliche Begleitung der Energieagentur und der dena die Instrumente sehr schnell in kommunale Verwaltungsabläufe eingebunden werden können und die Energie- und Klimaschutzaktivitäten nachvollziehbar dokumentiert werden.“

Das erlernte Instrumentarium ermöglicht den Teilnehmern, Schritt für Schritt die Effizienzpotenziale ihrer Kommunen zu erschließen und so systematisch und langfristig Energie sowie CO2-Emissionen und Kosten zu sparen. Zur Anwendung gehören geeignete Organisationsstrukturen, ein energie- und klimapolitisches Leitbild, eine detaillierte Analyse der energetischen Ausgangssituation sowie darauf aufbauende Energiesparmaßnahmen. 

Bis zu 15 Prozent geringere Energiekosten

Der systematische Ansatz stellt sicher, dass die energetischen Schwachstellen bei Gebäuden, bei der Stromnutzung, im Verkehrsbereich und im Energiesystem aufgedeckt und entsprechend verbessert werden können. In der Regel können Kommunen mit einem Energie- und Klimaschutzmanagement 10 bis 15 Prozent Energie einsparen.

Bürgermeister Josef Oster, Gebäudemanager Lars Hilgert und Klimaschutzmanager Nico Hickel nahmen die Urkunde in Empfang und erklärten nochmals, dass der Klimaschutz wie auch die Energiewende langfristig angelegte Prozesse darstellen, deren ehrgeizige Umsetzung nur durch ein starkes Miteinander der einzelnen Akteure vor Ort gelingen kann. Um die klimapolitischen Ziele auf kommunaler wie auch auf Bundesebene erreichen zu können, sei es wichtig, dass die Verwaltungen mit gutem Beispiel vorangehen. Denn so könnten die Bürgerinnen und Bürger, Vereine und auch Unternehmen zu einer aktiven Gestaltung der Energiewende und des Klimaschutzes motiviert werden.

Unser Bild zeigt (von links): Staatssekretär im Umweltministerium Dr. Thomas Griese, VG-Bürgermeister Josef Oster, Kristina Haverkamp (Geschäftsführerin der deutschen Energieagentur dena), Thomas Pensel (Geschäftsführer der Energieagentur Rheinland-Pfalz, Nico Hickel (Klimaschutzmanager der VG Bad Ems) und Lars Hilgert, Gebäudemanager der Verbandsgemeinde.