11.05.2017

Unzenberg strahlt nun klimafreundlich

Foto: Energieagentur Rheinland-Pfalz

80 Prozent der früheren Stromkosten kann die Ortsgemeinde Unzenberg durch moderne Technik einsparen. Das freut Bürgermeister Dietmar Klein, der von „einer Erleuchtung für den Gemeinderat“ spricht. Nach vier Jahren für Planung und Antragstellung  kann das Dorf nahe Kirchberg im Hunsrück nun „die Ernte einfahren“.

Der Ortsgemeinderat von Unzenberg hatte im Jahr 2012 das Institut für angewandtes Stoffstrommanagement (IfaS) beauftragt, ein Konzept zur Umstellung ihrer Straßenbeleuchtung auf energieeffiziente und -sparende Beleuchtung zu erstellen. Mit Hilfe des Regionalbüros Mittelrhein der Energieagentur Rheinland-Pfalz und der Firma Elektro-Franzen beantragte sie 2016 Fördermittel aus der Nationalen Klimaschutz-Initiative (NKI) des Bundesumweltministeriums. Im selben Jahr wurde der Antrag genehmigt.

Die Gemeinde hat jetzt im April ihre gesamte Straßenbeleuchtung auf energiesparende LED-Leuchten umgerüstet und so gleich von mehreren Vorteilen profitiert:  Reduzierung des Stromverbrauchs, weniger CO2-Ausstoß,  längere Lebensdauer der Leuchten, Entlastung des Haushalts der Ortsgemeinde. Zudem ist die Lichtausbeute größer. Denn eine Vergleichsmessung hat gezeigt: Die neuen LED-Leuchten erbringen gegenüber den alten HQL-Leuchten mehr als das doppelte an Beleuchtungsstärke und eine effizientere  Ausleuchtung der Gehwege.

Über 100 Leuchten erneuert

Umgerüstet wurden 89 Pendelleuchten und zehn Pilz-Aufsatzleuchten (vorher Quecksilberdampflampen) sowie drei Mast-Ansatzleuchten (Leuchtstofflampen). Der gesamt Stromverbrauch für die nächtliche Beleuchtung in Unzenberg sinkt aufgrund der neuen Technik künftig um mehr als 80 Prozent. Rund 54.660 kWh Strom werden jedes Jahr eingespart.

Auf das Jahr gerechnet, wird der CO2-Ausstoß um mehr als 32 Tonnen verringert. Über die erwartete Lebensdauer von 20 Jahren werden mithin zirka 645 Tonnen CO2 eingespart.
„Durch die Verbesserung der Energie- und CO2- Bilanz übernimmt Unzenberg eine Vorreiterrolle im Rhein-Hunsrück-Kreis und wird Vorbild sein beim Energiesparen für weitere Kommunen in der Region", erklärt Paul Ngahan, Regionalreferent Mittelrhein der Energieagentur Rheinland-Pfalz. Ortsbürgermeister Klein will es damit nicht bewenden lassen und sieht bereits weitere Projekte  für sein Dorf - nach Beratung mit Kreisklimaschutzmanager Frank-Michael Uhle und mit Unterstützung der Energieagentur.