24.07.2014

Rhein-Hunsrück in der Champions League

Internationale Auszeichnung für den Rhein-Hunsrück-Kreis: Bei der „Europäischen Champions League für Erneuerbare Energien“ (RES) hat er einen 2. Platz in seiner Kategorie „Mittelgroße Kommunen“ erzielt.

Die Kandidaten kamen aus Österreich, Belgien, Bulgarien, Tschechien, Frankreich, Ungarn, Italien, Polen, Rumänien, Schottland, Slowenien und Deutschland. Nach der ersten europaweiten Finalrunde hatte der Rhein-Hunsrück-Kreis die Wertung noch angeführt und musste sich in der entscheidenden zweiten Finalrunde der österreichischen Stadt Villach in Kärnten nur knapp geschlagen geben. Der dritte Preis in der Kategorie ging an die Städte Dumfries und Galloway in Schottland.

Die Jury setzt sich zusammen aus Energieexperten, Netzwerken, Nicht-Regierungs-Organisationen und Journalisten aus 10 Nationen. Laut Jury zählen die ausgezeichneten Kommunen zu Europas inspirierenden und führenden Gemeinden im Bereich der erneuerbaren Energien.

Die dynamische Entwicklung des Rhein-Hunsrück-Kreises zur energetischen Vorzeigeregion binnen zweier Dekaden basiert auf zahlreichen pioniermäßig entwickelten Vorzeigeprojekten privater, gewerblicher und öffentlicher Akteure. Landrat Bertram Fleck freut sich daher, dass stellvertretend für alle Akteure im Kreis Werner Berg und Gerd Schreiner die Auszeichnung gemeinsam mit ihm in Empfang genommen haben. Werner Berg ist Ideengeber der ersten Solargenossenschaft „HunsrückSonne“ im Jahr 2008, des ersten Solarkatasters im Bundesland Rheinland-Pfalz im Jahr 2010 sowie der ersten flächendeckenden Sanierungskampagne im Landkreis „Kastellaun erneuert“ im Jahr 2014. Der Bürgermeister von Ober Kostenz, Gerd Schreiner, setzt seit Jahren die Einnahmen aus der Windkraft vorbildlich für seine Bürger ein und hat zusammen mit Gleichgesinnten in mühevoller ehrenamtlicher Arbeit eine Energiegenossenschaft gegründet und einen Nahwärmeverbund für seinen Ort verwirklicht.

Landrat Fleck zeigte sich beeindruckt von der Preisverleihung: „Die ausgezeichneten Kommunen belegen, dass die Energiewende kein deutscher Alleingang ist. Wir haben hervorragende Beispiele für dezentrale Energieerzeugung und regionale Wertschöpfung aus zahlreichen europäischen Ländern vorgestellt bekommen, die uns überrascht haben.“

Der Rhein-Hunsrück-Kreis war nach einem nationalen Auswahlverfahren als deutscher Vertreter in der Kategorie „Mittelgroße Kommunen“ nominiert worden. Neben den quantitativen Fakten wie der installierten Leistung erneuerbaren Energien wurden für den Wettbewerb auch 29 qualitative Kriterien zu politischen Beschlüssen, Strategie, systematischen Ansätzen und Akteursnetzwerken gewertet. Hierbei überzeugte der Kreis mit seiner Klimaschutzinitiative.