07.05.2015

Moderne Technik und kluge Steuerung drücken die Energierechnung

Moderne Technik und kluge Steuerung drücken die Energierechnung

Gastronomen informieren sich auf Schloss Rheinfels über Wege zu mehr Effizienz / Energieagentur Rheinland-Pfalz unterstützt Hotel- und Restaurant-Betreiber

Energieeffizienz zum Anfassen – das erlebte eine Gruppe von Gastronomen aus Hunsrück, Taunus und dem Mittelrheintal jetzt auf Schloss Rheinfels. Gemeinsam mit dem Verband Dehoga hatte die Energieagentur Rheinland-Pfalz nach St. Goar eingeladen, um innerhalb der Reihe „factor e“ über energiesparende und ressourcenschonende Technik im Gastgewerbe zu informieren.

„Wir müssen das machen!“, appellierte Schlosshotel-Chef Gerd Ripp an seine Kolleginnen und Kollegen es ihm gleich zu tun – und führte der Gruppe sogleich seine Maßnahmen vor: vom neuen Blockheizkraftwerk im Tiefkeller, über die hochwirksamen Heizkessel und präszisionsgesteuerte Kühltechnik bis hin zur energiesparenden Restaurantküche. Investitionen, die sich relativ schnell amortisieren, rechneten Hotelier Ripp und sein Berater Dieter Oppenhäuser vor. Denn die Energiekosten in dem weitläufigen und denkmalgeschützten Hotelkomplex sind seither um rund 40 Prozent gesunken.

Die vielfältigen Wege zu derartigen Einsparungen beschrieben die übrigen Referenten eindrücklich. Martin Melzer präsentierte die jüngsten Entwicklungen in der Klima- und Kältetechnik und erläuterte an Praxisbeispielen, wie sich Planungsfehler wirkungsvoll vermeiden lassen. Timo Gensel vom Landesamt für Umwelt, Gewässerschutz und Gewerbeaufsicht stellte die Chancen eines vom Land geförderten „EffCheck“ vor, der sich neben der Energie auch auf das Einsparen von Rohstoffen und die Müllvermeidung konzentriert.

Für die Energieagentur des Landes zeigte sich Fachreferent Sven Berger erfreut über das Engagement der Gastronomen aus der Region und fasste die Ziele von „factor e“ so zusammen: durch Erfahrungsaustausch und voneinander Lernen wirkungsvoll und wirtschaftlich sinnvoll den Energieverbrauch senken. Denn selbst hohe Investitionen können sich angesichts steigender Energiekosten innerhalb weniger Jahre wieder einspielen. Und nicht selten geht es fast oder gar ganz ohne Geldeinsatz. Die Referenten schilderten eine Reihe von Fällen, in denen allein eine geänderte Einstellung von Kühl- oder Heizanlagen die Jahresabrechnung um einige hundert Euro drücken konnte.