28.06.2016

Großes Interesse an dorfübergreifender Heiztechnik

Volles Haus, ganz wörtlich genommen: Mehr als 35 Interessierte waren gekommen, um die im Ausbau befindliche Heizzentrale des gemeinsamen Nahwärmenetzes der Nachbardörfer Külz und Neuerkirch zu besichtigen. Die Einladung fiel ins Programm der bundesweiten „Woche der Sonne und Pellets“.

Nachdem die „Väter“ des Projektes, Neuerkirchs Ortschef Volker Wichter und der Külzer Altbürgermeister Aloys Schneider, dessen Entstehungsgeschichte erläutert hatten, liefert Ulrich Schäfer vom Planungsbüro ibs eine Fülle technischer Details und Kriterien für einen möglichst wirtschaftlichen Betrieb.

Eine muntere Diskussion und zahlreiche präzise Nachfragen ließen die Besucher vollkommen vergessen, dass die eigentlich geplante Besichtigung des Solarfeldes (es soll in den Sommermonaten die Warmwasserbereitung allein bewältigen) den Wetterkapriolen dieses Sommers zum Opfer fiel.

Das beispielhafte Projekt wird betreut von der Energieregion Simmern (ers), deren Chef Gerhard Wust auf rechtliche und organisatorische Fragen einging. Welche Bedeutung regenerativ gespeiste Nahwärmenetze für das Erreichen der Energiewende-Ziele machte abschließend Dr. Ralf Engelmann von der Energieagentur Rheinland-Pfalz deutlich. Und er konnte sich dem Lob seines Vorredners  Ulrich Schäfer rückhaltlos anschließen: „Die Menschen hier im Hunsrück packen die Lösungen beherzt an; da geht Vieles schneller und glatter als anderswo.“