11.09.2017

Stadtwerke Bad Dürkheim öffneten ihr Holzhackschnitzel-Heizkraftwerk für Besucher

Dr. Peter Kistenmacher erklärt die Funktionsweise des HKKW vor Ort

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Im Rahmen der Aktionswoche der Energieagentur Rheinland-Pfalz „Rheinland-Pfalz: Ein Land voller Energie“ gewährten die Stadtwerke Bad Dürkheim einen Blick hinter die Kulissen der Energieerzeugung in ihrem Holzhackschnitzel-Heizkraftwerk. Wie die Herstellung von Strom, Fernwärme und Kälte aus nachwachsenden Rohstoffen in der Theorie funktioniert, erklärte Geschäftsführer Dr. Peter Kistenmacher den interessierten Besuchern in den Räumlichkeiten der Stadtwerke. Das Heizkraftwerk – „Heizwerk“, weil Wärme erzeugt wird (insgesamt 3.500 kW), und „Kraftwerk“, weil außerdem auch Strom hergestellt wird (insgesamt 500 kW), das inmitten eines Wohngebietes liegt, versorgt über ein drei Kilometer langes Fernwärmenetz hauptsächlich städtische und private Großabnehmer im Winter mit Heizwärme. Der Strom wird als Öko-Strom in das Netz eingespeist, die Kälte im Krankenhaus benötigt. „Unsere Emissionswerte unterschreiten die zulässigen Grenzwerte“, erklärte Dr. Kistenmacher einigen besorgten Bürgern, „beim Kachelofen zuhause fallen wesentlich mehr Schadstoffe an, und dafür gibt es keine Grenzwerte.“ Außerdem sei das Heizkraftwerk in den Sommermonaten ausgeschaltet, weil dann die erzeugte Wärme nicht abgenommen werden kann.

Anschließend erfolgte die Führung durch das Heizkraftwerk, welches momentan zwar noch ausgeschaltet ist, aber deshalb auch alle Bestandteile besichtigt werden konnten. Das Holzhackschnitzel-Kraftwerk in Bad Dürkheim gehört zu den größten Anlagen dieser Art in Rheinland-Pfalz. Es kommt ausschließlich Waldrestholz zum Einsatz, welches hauptsächlich aus dem Pfälzer Wald stammt.